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Arme, und ſchwoͤre, daß ich, ſo wahr ich ein ehrlicher
Kerl bin, Dich ſo liebe, als wäreſt Du ſchon meine
Frau!... Und nun... es mag halten oder brechen . aber ich widerſtehe nicht länger...“
Und Gottlieb that buchſtäblich was er geſagt hatte.
„Ach, ach!“ rief Nanny aus, zu gleicher Zeit weinend und lächelnd,„das iſt ja ganz wahnſinnig!“
„Nein, im Gegentheil: es iſt göttlich!“
„Morgen kommt aber die Reue!“
„Nicht bei mir, Nanny! Auf Ehre und Glauben, meine kleine Frau Aſſeſſorin, das ſoll vortrefflich ge⸗ hen— wir ſind arbeitſam, haben wenig Bedürfniſſe und es iſt ſo übermenſchlich angenehm, verliebt zu ſein.“
„Aber...
„So gewöhne Dir doch das abſcheuliche Wort ab! Nachdem ich erſt meinen Entſchluß gefaßt habe, laſſe ich keine Aber zu! Und da wir zu unſerer Einrich⸗ tung keine großen Unkoſten zu machen brauchen, ſo brau⸗ chen wir auch über das Warten nicht unſere ſchönſte Zeit verfließen zu laſſen: in einem Jahr, höchſtens zwei, laſſen wir den Prieſter den Trauſegen über uns ſpre⸗ chen, dann nehme ich Dich unter den Arm, und wir ſpazieren aus Deinem Thal, um mit frohem Muthe Allem entgegenzugehen, was der Herr über uns zu ſenden beliebt.“
Nanny, welche lange gegen den Rauſch angekämpft hatte, wurde dennoch zuletzt immer mehr in denſelben hineingezogen— und die Zuſammenkunft endigte mit einer neuen Uebereinkunft, die der erſten ganz entgegen⸗ geſetzt war, nämlich, daß ſie ſich ewig lieben wollten.
Von dieſer Veränderung ſollte jedoch für's Erſte außer ihnen ſelbſt kein Menſch etwas wiſſen.


