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Die Familie im Thale : eine Erzählung / von Emilie Flygare-Carlén. Aus dem Schwed. übers. von C. F. Frisch
Entstehung
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„Nein, wenn Sie nur durch dieſe Frau glüͤcklich werden?“

„Nanny, Du redeſt ſo, als wenn Du mich gar nicht liebteſt!“ rief Gottlieb heftig aus, indem er alle Vorſätze vergaß.

„Thue ich denn das?“ fragte Nanny erröthend. Tach glaube ſelbſt nicht, daß ich ſo wahnfinnig ſein ann!“

„Aber ich glaube es— oder kannſt Du läugnen, daß Dein Herz mein iſt?“

„Ich läugne es nicht, geſtehe es aber auch nicht!“ erwiederte Nanny mit einem Blick, der den Jüngling zur Mäßigung zwang.„Was mein Herz angeht, das iſt meine Sache; was aber gewiß bleibt, das iſt: nicht ich verleite Sie, Herr Gottlieb, daß Sie durch eine znſaltige Schwäche unſer kluges Uebereinkommen ver⸗ geſſen.“

„Ach, Nanny, Du biſt ſehr klug und edel!... Behalte Dein Geheimniß— ich hatte Unrecht, als ich es Dir entreißen wollte. Doch ſo viel Verdienſt haſt Du in meinen Augen, daß ich zurückkomme, wenn ich einmal meiner Neigung folgen darf!“

„Dieſe Worte will ich vergeſſen, Herr Gottlieb; denn ich halte ſie für die ſchlechteſten, welche Sie ge⸗ ſagt haben!“ 3

„Wahrhaftig, Du haſt wieder Recht! Aber ich ſagte, was ich dachte, und es iſt nicht mein Fehler, wenn ich eben daran dachte, daß Du ganz vortrefflich zu meiner Gattin paſſen würdeſt.“

Bei dieſen Worten fuhr Nanny heftig zuſammen, und ihre Augen antworteten mit einem Vorwurfe, der bitterer war als Worte.

„Ich glaube beſtimmt, ich bin wahnſinnig: ich will meinen Fehler verbeſſern, und ſtatt deſſen... Es iſt das Beſte, ich gehe ſogleich, denn ſonſt...“

„Nun, ſonſt?“

„.. Sonſt nehme ich Dich, bei Gott, in meine

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