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Die Familie im Thale : eine Erzählung / von Emilie Flygare-Carlén. Aus dem Schwed. übers. von C. F. Frisch
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„Und dieß Alles verdanken wir nächſt Gott Ihnen, Herr Gottlieb!“ ſagte der Alte, indem er den Jüng⸗ ling mit Rührung betrachtete.„Gluͤcklich die Eltern, welche einen ſolchen Sohn haben!“

„Vater Lönner!“ ſagte Gottlieb mit einem freund⸗ lichen Blick um ſich her,„Sie haben keine Urſache, ſie zu beneiden!“

„Das iſt wahr!“ antwortete der Greis und nickte den Geliebten zärtlich und feierlich zu.. Später, da der alte Vater ſchon in dem theuren Bette ruhte, welches ihm nun doppelt theuer geworden war, und Magda neben ihm ſaß und plauderte, und Calle Rindenboote für die Kinder ſchnitt, ſaßen Gott⸗ lieb und Nanny unten an der Quelle.

Sie ſchienen ſich heute Abend nicht ſo viel zu ſagen zu haben, wenigſtens konnte man das glauben, denn Nanny ſuchte eifrig nach Vierblättern und Gottlieb blies, ſeiner etwas kindiſchen Gewohnheit gemäß, auf einem großen Blatte.

Die Sonne begann ſich dem Untergange zu nähern. Ihr rother Schein ſiel auf das bleiche, feine Antlitz des Mädchens.

„Es thut mir leid,“ ſagte endlich Gottlieb, indem er das Blatt wegwarf und eine recht verſtändige Miene auſſetzte,„es thut mir leid, daß wir keine Zeit hatten, unſere Uebungen fortzuſetzen— doch im Ganzen ge⸗ nommen, mein Kind, kannſt Du genug.“

Mehr, denn genug! antwortete Nanny leiſe.