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„Du haſt wohl eher die Abſicht, mich Deine Ver⸗ ſchwiegenheit dreimal theurer bezahlen zu laſſen, als ein Advocat nehmen würde, um ein Geſchäft zu ordnen?“.
„Fi doch! ich fordere ja gar nichts: ich erwarte...“
„Was denn?“
„Daß Sie ſich erbieten, mir die Summe zu leihen, welche der alte Lönner als Strafe bezahlen ſoll. Wenn ſpäterhin ſein Sohn, der Steuermann, ſie mir wieder bezahlt, ſo trage ich ſie ab. Wo nicht, ſo iſt die Klei⸗ nigkeit verloren.“
„Und was begehrſt Du denn von mir für eigene Rechnung?“
„Treibe ich denn Schacher mit meiner Verſchwie⸗ genheit?— Ich gebe mein Ehrenwort, daß ich der Tante nichts ſage!“
Schweigend zog der Patron ſein Taſchenbuch her⸗ vor und zählte das Geld ab, welches Gottlieb in Em⸗ pfang nahm.
„Ich gebe keine Verſchreibung,“ ſagte er,„denn in dem Falle, daß ich ſelbſt Nichts erhalte, will ich auch Nichts bezahlen!“
Der Patron Fabian ſchwieg. Nachdem er aber das Taſchenbuch einige Male auf⸗ und zugemacht hatte, aͤußerte er in einem Tone, der wirklich Gefühl verrieth:
„Höre, Gottlieb! ich bin nicht geizig. Du erwei⸗ ſeſt mir einen Dienſt, da Du mir eine Hölle bereiten könnteſt, und ich will dankbar ſein. Haſt Du Schul⸗ den? Dein Vater iſt arm.“
„Das nenne ich geſprochen wie ein Ehrenmann und ein guter Verwandter! Aber glücklicher Weiſe bin ich gezwungen geweſen, allzu ſparſam zu leben, ſo lange meine Academiezeit dauerte, als daß ich in die Dumm⸗ heit, Schulden zu machen, hätte verfallen können.“
„Nun, wenn Du keine Schulden haſt, ſo haſt Du


