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ein, indem ſie aufſtand,„laß uns jetzt ein Zimmer
für Dich auswählen!“
„Schweſterſohn, Schweſterſohn?— Auf meine Ehre, Tante Ulrika, wir ſehen eher aus, als wären wir Geſchwiſterkinder!“
„Welch ein Schalk von Junge!“
„Nein, ich betheure, die Mutter ſieht aus, als könnte ſie auch Ihre Mutter ſein!“
„Nun, ich war ja auch nur ein Kind, als ſie Hoch⸗ zeit machte. Sie iſt die älteſte, ich die jüngſte— und dr vierzehn Jahre zwiſchen uns thun wohl auch das
rige.
„Und das Glück und der Reichthum ebenfalls.. Die arme Mutter! Immer Nahrungsſorgen, Krank⸗ heiten, Kinder und Bekümmerniſſe! Dennoch hat ſie immer— Gott ſei gelobt!— eine Engelsgeduld.“
„Unſer Charakter iſt immer ähnlicher geweſen, als
unſer Aeußeres!“ ſagte die Patronin mit einem zärt⸗
lich fragenden Blick auf ihren Mann.
Ja, meine Theure! ja, Deine Engelsgeduld iſt eine bekannte Sache!“
Der Patron wußte, was das Lächeln bedeutete, welches den Blick begleitete.
„Guter Fabian, Du weißt Deine Frau zu ſchätzen!“
„Süße Ulgenie!“
Der Blick des Schweſterſohns flog von dem einen ſeiner Verwandten zu der andern.
„Das ſind mir luſtige Leute! Ich glaube, ſie ſpie⸗
len Verſteck mit einander— oder vielleicht mit mir...
In dieſem Falle brauchen ſie ſich nicht zu geniren: ich laſſe Jeden in Ruhe nach eigenem Wohlgefallen leben, wenn man mir dieſe Freiheit ebenfalls goͤnnt.“
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