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in allen Stücken ein Muſter von Ordnung und Tüch⸗ tigkeit zu werden denke, hoffe mich ſo pfiffig bei der Landeshauptmanns⸗Canzlei zu ſtellen, daß ich das Amt von dem Vater pachten darf, denn er iſt zu kränklich, um ihm recht vorſtehen zu können. Späterhin, wenn er Abſchied nimmt, ſo erhalte ich daſſelbe... Das iſt meine Marſchroute!“
„Du biſt ein ſchlauer Junge, mein Gottliebchen!“
„O, liebe Tante, um der großen Landſtraße zu fol⸗ gen, bedarf es nicht ſo vieler Schlauheit.“
„So gehört wenigſtens Verſtand dazu, um nicht in jungen Jahren in dumme Abwege einzulenken oder die Zeit unnütz zu verträumen.“
„Nun, was die Träumerei betrifft, ſo hat es da⸗ mit keine Gefahr für den, der weiter nichts hat, als ſeinen Kopf und ſeine Hände. Will man vergnügte Träume haben, ſo darf man nicht in Unruhe daruͤber ſein, was man eſſen ſoll, wenn man aufwacht.“
„Schön, ſchön!... Gelingt Dein vernünftiger Plan, woran ich gar nicht zweifle, eben weil er ſo einfach und klug iſt, ſo iſt das nicht allein zu Deinem, ſon⸗ dern auch zu Deiner Eltern Nutzen: ſie erhalten da in Dir eine ſichere Hülfe— ein guter Sohn wirſt Du ſtets bleiben!“
„Eben darum, liebe Tante, muß ich und kein Fremder, der Vorſteher oder Inhaber des Amtes meines Vaters werden. Hätte ich nicht an alle Meinigen ge⸗ dacht, ſo wäre ich gewiß einen andern Weg gegangen — doch dieſer iſt ebenfalls gut.“
„Und Du denkſt, uns in dieſem Sommer das Ver⸗ gnügen Deiner Geſellſchaft zu ſchenken?“ fiel Patron Fabian ein.
„Ja, Onkel, mit Ihrer Erlaubniß! Dieſe Einla⸗ dung kam mir außerordentlich gelegen bei der Geſchäfts⸗ freiheit, die ich jetzt habe.“
„Gut, mein lieber Schweſterſohn,“ ſiel die Patronin


