Druckschrift 
Die Familie im Thale : eine Erzählung / von Emilie Flygare-Carlén. Aus dem Schwed. übers. von C. F. Frisch
Entstehung
Einzelbild herunterladen

ſo wird Allez ird doch wohl

egenüber ver⸗ augenblicklich eine blühende und mit einer

Perſon.

rnt von dem e handelnden zt zum Theil pſeudonymen ſiren alſo Lafontaines amen Almwiſ atron Fabian einem Jahre Familie be⸗

ronin die hin auf eine nt waren angehörten; mdem Gegen⸗ ; undankbare

Brutus der erzeugt, daß

25

die Zeit kommen müßte, da er aus der trägen Betäu⸗ bung, der ſchläfrigen Gleichgültigkeit, aus welcher er ſich nur bisweilen erhob, wenn er ſich dem tyranniſchen Seepter ſeiner Gemahlin entziehen mußte, zur Hand⸗ lung und Kraft erwachen würde. Doch iſt zu ver⸗ muthen, daß der arme Brutus niemals bis zum Er⸗ wachen kommt.

Was die Frau Ulrique Eugenie betrifft, ſo dachte ſte nur an die Emancipation des Weibes; ſie hatte dieſelbe ſchon längſt in's Werk geſetzt, und um zu dieſer Wohlthat des buͤrgerlichen Lebens, die ſie von unge⸗ meinem Nutzen erachtete, ein Beiſpiel zu gebin, hatte ſie ſich ſelbſt total emancipirt von dem alten Gebote, daß das Weib dem Manne unterthan und gehorſam ſein ſoll.

Sie behauptete, dieſer ewige Schlendrian, daß der, Mann des Weibes Haupt iſt, wäre allzu übereinſtim⸗ mend mit dem eigenen Vortheile der Männer, als daß er nicht eine Erfindung Derjenigen ſein ſollte, welche die heilige Schrift überſetzt hätten: ſie wollte darauf leben und ſterben, wenn ſie die Urkunden ſelbſt zu ſehen bekäme, ſo würde ſie dieſe einfältige Phraſe in Ewig⸗ keit nicht darin finden und darin hatte ſie ganz ge⸗ wiß Recht.

In der Umgegend genoß die reiche Patronage ein großes Anſehen. Man war entzückt über Einladungen nach dem ſchönen Almwik, und die Beſitzer von Almwik ſahen ſehr gerne Fremde, obgleich nach der Entfernung der Gäſte oft genug die lebhafteſten Scenen ſtattfanden, wobei jedoch die Frau meiſtentheils allein ſpielte.

Es verhielt ſich nämlich ſo damit, daß das Herr⸗ ſcherſyſtem, das die Frau Patronin befolgte, ſie auf keine Weiſe hinderte, ein wenig, und ſogar nicht ſehr wenig, in die roſenrothen Wangen und die ſchläfrigen Augen ihres Mannes verliebt zu ſein. Dabei aber war ſie ſehr ängſtlich, daß irgend eine Andere ihren Geſchmack theilen möchte. Aber wenn ſie mit ihrer