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Die Familie im Thale : eine Erzählung / von Emilie Flygare-Carlén. Aus dem Schwed. übers. von C. F. Frisch
Entstehung
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kaum mit der Haſtigkeit der Verſchämtheit über ſich geworfen hatte und Verſchämtheit war um ſo mehr von Nöthen, als das enge Hemdchen beim Baden zer⸗ riſſen war und einen Theil der Schulter entblößt hatte als ſte zu ihrem unbegreiflichen Erſtaunen einen jun⸗ gen Mann in einem kleinen, kurzen Rock, mit dem Rän⸗ zel auf dem Rücken und einem gewaltigen Stock in der Hand über den nahen Zaum ſpringen ſah.

Ein Weſen wie dieſen jungen Mann hatte Nanny noch niemals geſehen.

Er hatte etwas ſowohl Hurtiges und Treufeſtes in ſeinem ehrlichen, frohen Geſichte, das von der Sonne ſo gebräunt war, daß es faſt dem eines Zigeuners ähnlich ſah; aber das dunkelbraune lockige Haar, welches unter dem breitrandigen, grauen Filzhute, der ſtolz und ſchief auf dem Kopfe ſaß, in reichen Maſſen herabwallte gab der erſchrockenen Nanny ſogleich die Verſicherung, daß ſie hier keinen von den wilden Zi⸗ geunern, vor denen ſie einen ſo großen Reſpekt hatte, vor ſich ſehe.

Seiner Seits ſchien der Wanderer äußerſt über⸗ raſcht zu ſein, ſo ganz unvorbereitet vor der Nymphe der Quelle zu ſtehen... und als eine ſolche konnte wohl das junge Mädchen gelten, welches in dem dün⸗ nen, blauen, baumwollenen Kleide, die bloßen Füßchen

im Graſe ruhend und das melancholiſche Antlitz gleich⸗

ſam in den Schleier des langen goldſchönen Haares gehüllt, ihre ernſten Augen verſchämt vor dem neugie⸗ rigen, aber freundlichen Blicke des Ankömmlings ſenkte.

Verzeihung, meine kleine, ſchöne Najade! ſagte fröhlich der Fremdling.Es ſieht aus, als wäre ich auf Abwege gerathen ich meine doch ſo gegangen zu ſein, wie man mir gezeigt hatte.

Wohin wollen Sie denn gehen? fragte Nanny mit einer Stimme, welcher die Natur ſo viele Anmuth verliehen hatte, als eine Stimme ſie möglicher Weiſe haben kann.

fragte N

zuſamme