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ohne alle Vorbereitung den Lebensfaden des vornehmen Mannes abzuſchneiden, und nun wurden Mutter und Sohn hinausgetrieben aus dem Paradieſe, und mußten mit Verzweiflung ſehen, wie ihnen Erbtheil, Name und Lebensſtellung aus den Händen gingen.— Dieſe Geſchichte iſt ſehr alt, und auch nicht im
Allergeringſten neuer iſt diejenige, welche gewöhnlich
nachfolgt: Mißmuth, Anſtrengung, getäuſchte Hoffnun⸗ gen und zuletzt eine betäubte oder reſignirte Ruhe.
Die Mutter ſtarb bald. Der Sohn lebte, um die von uns angeführte Schule durchzumachen, und welche mit der reſtgnirten Ruhe und mit einer Verheirathung im vierzigſten Lebensjahre endigte.
Um dieſe Zeit war Carl Lönner ſchon ſo allmälig von einem Herrn zu einem Halbherrn herabgeſunken. Aber er nährte ſich ziemlich gut, theils durch einen kleinen Handel, theils auch dadurch, daß er für die Bauern und Fiſcher der Gegend„Schriften“ aufſetzte, ihre Käufe abſchloß und mehr dergleichen.
Die Wahl ſeiner Gattin war auf die Tochter eines Invaliden⸗Sergeanten gefallen und glücklich ſowohl was die Forderungen des Herzens, als auch den nothdürf⸗ tigen Lebensunterhalt betrifft; denn ſeine Gattin brachte
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ihm außer ihrem guten Herzen die Erdſcholle mit, auf
welcher er noch jetzt mit ſeinen Kindern lebte.
Jetzt aber wollen wir uns nur mit Nanny beſchäf⸗ tigen, die träumend an der Quelle ſitzt, worin ſie ihre Füße gebadet hat.
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Obgleich der milde Juniabend keine Kälte in ſei⸗ nem Gefolge hatte, ſo zog doch das junge Mädchen ſchauernd ihren feinen Körper zuſammen.
Es war ein innerlicher Schauer, der die Nerven durcheilte, und dennoch wußte ſie Nichts, das ihr Schmerzen verurſachen könnte. Aber ſie hatte ganz
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