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Die Erkerstübchen : eine Erzählung : vier Theile / von Emilie Flygare-Carlén
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men waren, da erwachte ſie zur vollen Beſinnung, zur tiefen und ſeligen Dankbarkeit. DieſeDockenſtuben enthielten die ſchönen und eleganten Möbel, welche ſie ſelbſt, noch unverheirathet, für ein Paar Lieblings⸗ zimmer in Malkolmsnäs gekauft hatte. Ach, auf die⸗ ſem nämlichen Sopha war ſie ſo unzählige Male ge⸗ ſeſſen und hatte gedacht, an ihn gedacht, der jetzt neben ihr ſaß, tauſendmal hatte ſie gedacht und ge⸗ wünſcht, wieder arm zu werden und in dieſelben Ver⸗ hältniſſe zu kommen, wie die waren, unter welchen ſie ſich von ihm losſagte, und jetzt lag das Alles in wei⸗ ter Ferne, Prüfungen und Stürme hatten ihr Ende erreicht, ſie und er waren vereinigt. Aber war es nicht ein Traum? war wohl ſo viel Seligkeit auf Erden möglich?O Gott! ſeufzte ſie, indem ſie ihre Stirne an ſeine Schulter legte, vich begreife nicht, wie man ſolche Augenblicke überleben kann!

Nachdem ich dieſes Bekenntniß von Deinen Lip⸗ pen gehört habe, meine Marie Luiſe! ſagte William und ſah ihr tief ins Auge,habe ich keinen Grund mehr, über meine ſechs Prüfungsjahre zu klagen. Dieſe Stunden und alle folgenden konnten nicht mit weniger bezahlt werden!

Und was Alles thateſt Du für mich während dieſer Zeit, o William! Ich wollte Dir nie ſagen, was ich geahnt habe doch zwiſchen uns kann es kein Geheimniß mehr geben.

Erinnere mich nicht hieran, meine Geliebte, ſagte er und ein Zug des Schmerzes flog über ſein Geſicht; dieſe Zeit, ach! doch nichts davon! Wenn je ein Weib von einem zärtlichen und liebenden Gat⸗ ten auf den Händen getragen worden iſt, ſo ſollſt Du es werden, ſo wirſt Du es, wegen welcher dieſe Aus⸗ ſicht er zeigte nach dem Dachfenſter ſhräg drüben mir Alles war, denn ich hatte keine Hoffnung, je etwas Anderes beſitzen zu dürfen, als die Erinnerung.