ihre Geſchäfte für heute beendigt und blieb zu Wil⸗ amn⸗ unausſprechlicher Pein den ganzen Abend ſitzen. „Nun, in Gottes Namen! iſt es denn noch nicht im Reinen?“ fragte Tante Grete, als William zurück kam und ſie ihm gleich anſah, daß er das Ziel nicht erreicht habe.
„Im Reinen— o, es kommt nie in's Reine! Morgen, liebe Tante Grete, mußt Du fie in meinen Garten zum Kaffee einladen und dann!“ William ſagte gute Nacht und drückte der Alten die Hand.
Am folgenden Tag war William unaufhörlich in ſeinem neuen Hauſe beſchäftigt. Aber als der Nach⸗ mittag kam, half er Tante Grete den Kaffeetiſch in der kleinen Laube herzurichten, wo es ſo ſchön kühl vom Fluſſe her wehte. Zwar ging William in Ge⸗ danken tauſendmal die Dinge durch, welche an dieſem Abend vorkommen könnten, aber nichts deſto weniger hatte er, der Himmelsfahrten ungeachtet, ein aufmerk⸗ ſames Auge auf Alles außen und drinnen. Machte ihm das Schickſal nicht wieder einen Querſtrich, ſondern ging Alles nach Wunſch, dann ſollte die Feierlichkeit in dem neuen Hauſe ſchließen, eben in der Dockenſtube, wie Tante Grete die zwei Giebelzimmer nannte.
Die Glocke hatte das bedeutungsvolle vier Uhr, dieſe beſtimmte Kaffeeſtunde für alle kleinſtädtiſchen Einladungen noch nicht ausgeſchlagen, als die Garten⸗ thüre von William ſelbſt angelweit aufgeriſſen wurde und der Rathsherr mit Frau N. unter dem Arm und die Nathsherrin mit dem ſchönen Fräulein vom Dacherker in Williams Paradies eintrat.
„Ei, ei, wie der Ingenieur flott thut!“ ſagte Frau N., indem ſie die ſilberne Kanne und die an⸗ dern Lurusartikel betrachtete, die im Gold der Sonne blinkten.„Da ſeh einer dieſes Junggeſellen⸗Ser⸗ vice!
Marie Luiſe begnügte ſich, die herrlichen Blumen⸗


