ſtreckte, um nach der Uhr zu ſehen und dabei verwun⸗ T dert rief:„Du wirſt doch in dem Kleid nicht ausgehen h wollen, mein liebes Kind?“ 4 je
„Nein, ich will nicht ausgehen, Mama.“ n „Ich glaubte es, weil Du Dich anders an⸗
zogſt.“ b 2 „Soll ich denn nie ein leichteres Kleid anziehen b d dürfen— ich ſchwitze ja in dem ſchwarzen zu Tod.“ T Frau N. ſchloß die Thüre, ohne eine Antwort„ zu geben. Marie Luiſe öffnete ſie wieder.„Iſt denn dar⸗ d. über eine Bemerkung zu machen, Mamachen?“ B „Durchaus nicht, mein Kind! Du magſt immerhin g etwas an dem Traueranzug verändern. Das geht ol daheim ſehr gut, wenn Du nur nicht vergißt, daß et⸗ 1— 6 was Anderes nicht verändert werden darf, noch 2 kann.“ k Jetzt war es Marie Luiſe, welche die Thüre ſchloß und indem ſie den ſchon hervorgenommenen ſa Tüllkragen wieder aufhob, nahm ſie dafür den ſchwar⸗„ zen, ſeidenen Shawl hervor, den ſie vor dem Spie⸗ ſe gel über die Schultern warf. Aber das ſah doch gar zu traurig und feierlich aus; ſie konnte doch daheim 3 gl nicht in dem großen Shawl herum ſchweben, und es he war ihr ganz unmöglich, ſich für das kleine, häßliche Tuch der Paſtorin zu entſchließen. Von dem breitge⸗ fu falteten Trauerkragen, womit ſie ſich den ganzen Win⸗ ur ter über geſchleppt hatte, war natürlich keine Rede ch und es blieb alſo nichts übrig, als nach dem ſchwar⸗ al zen Florſchleier auf dem Hute zu greifen, dey auch ſo⸗ fie gleich abgelöst und in ein Schlingtuch verwandelt wurde, welches ſich auf dem weißen Halſe vortrefflich w ausnahm. Mit einigen Strichen über dem Haare m war die Toilette vollendet, und Marie Luiſe ſaß wie⸗ Idr der an ihrem Arbeitstiſch. AuEine kleine Weile verging, während welcher die 3 es neben der Stickerei auf⸗ und abfuhr, und Ma⸗ fie
ſollte
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