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Einige Tage die der erwarteten Seligkeit abgeſtohlen wurden, ſchienen unerſetzlich, und konnten nur dadurch wieder eingeholt werden, daß man jetzt keine Sekunde verlor..
„Ums Himmelswillen! lauf doch nicht gerade fort wie ein Narr!“ ermahnte ihn die Rathsherrin,„Du biſt ja ſo ſtaubig, wie wenn Du auf der Landſtraße übernachtet hätteſt.“
„Das hab ich auch,“ ſagte William, indem er die Treppen zu ſeinen Zimmern hinauf eilte, denn Tante Grete hatte doch Recht; es mußte eine Toilette gemacht werden, wenn auch im Flug.
„Wo ums Himmelswillen will Mama hin?“ ſagte Marie Luiſe und wollte ihre Mutter zurückhalten, die im Begriff ſtand, das Zimmer zu verlaſſen.
„Ei wie biſt Du doch ſo ſonderbar, mein liebes Kind?“ antwortete Frau N.„wo ſollte ich denn hin, da ich doch nie wohin gehe, außer wie jetzt in die Küche, um meine Chokolade zu beſorgen?“ Gott ſei Dank! ſie hat wieder denſelben Abgang wie früher, und Frau N. ging auf das angegebene Geſchäft, ohne daß Marie Luiſe, die vor ſich ſelbſt nicht und noch we⸗ niger vor ihrer Mutter geſtehen wollte, daß ſie ihrer Hidendart bedürfe, den Muth hatte, ſie zurück zu
alten.
Um dieſe Zeit hatte Marie Luiſe ihre Wittwen⸗ tracht beinahe ſechs Monate lang getragen. Es war das erſte Mal, daß ſie, ohne recht zu wiſſen wie, die⸗ ſen Umſtand in Erwägung zog, und zum erſten Mal, daß ſie vielleicht unwillkuͤhrlich einige Veränderungen daran traf. Der heiße Sommertag und das ſchwarze, heiße Kleid ſtimmten auf keine Weiſe zuſammen. Ma⸗ rie Luiſe hatte neulich ein Mouſſelinkleid abgeändert, das für eine leichtere Trauer paßte. Dieſes wurde jetzt herbeigeholt; vielleicht hatte ſie aber nie ein ſo großes Gefuͤhl der Verlegenheit empfunden, als ſi dl erfuhr, da die Mutter den Kopf zur Thüre


