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Die Erkerstübchen : eine Erzählung : vier Theile / von Emilie Flygare-Carlén
Entstehung
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mein beſter Ingenieur!“ fuhr Frau N. fort, welche merkte, daß ſie allein werde ſprechen müſſen.

William verbeugte ſich und nahm einen Stuhl neben Marie Luiſen, die ſich tief ſchämte, daß ſie dem nichts zu ſagen wußte, der ein herzliches Wort von ihr ſo wohl verdient hatte. Aber es war ihr unmöglich, zu danken: damit hätte ſie ja zu erkennen gegeben, daß ſie gewußt, von wem all jene Aufmerkſamkeiten kamen. Endlich fiel ihr Blick auf die Papierrolle, die er noch unter dem Arm hatte, und dieſe half ihr aus der peinlichen Verlegenheit.„Ach,“ ſagte ſie mit einem Lächeln, das für William etwas ſo Süßes und Anziehen⸗ des hatte,„da haben Sie wohl eine Karte— der Herr Ingenieur will mir alſo noch einmal eine jener Arbeiten anvertrauen, die ich früher—“

Aber hier konnte Marie Luiſe nicht weiter. Die Erinnerung ſchloß ihr die Lippen.

„Ich wußte nicht recht,“ antwortete William, in⸗ dem er die Karte verlegen hin und her zog,„ob ich es wagen dürfte! Aber die Tage fangen jetzt an heller zu werden, ſo daß wahrſcheinlich—“

„Ach ja, ſo iſt es“— fiel Marie Luiſe ein,„es wird mir ſo angenehm ſein, eine alte Arbeit wieder anfangen zu dürfen.“

„Und darf ein alter Freund,“ fuhr William fort, der ſich, da das Eiſen einmal gebrochen war, beſſer zu Muthe fühlte,„darf er es wagen, ſeine Nachbarinnen wie früher zu beſuchen und ihnen ſeine Rathſchläge mit⸗ theilen?“.

Marie Luiſe ſchwieg. Aber Frau N. verſicherte, daß ſie mit Ausnahme von Rathsherren Utters Nie⸗ mand wüßte, der ihr willkommener ſein könnte.

Man zündete Licht an. William ſetzte ſich an das Tiſchchen neben Marie Luiſe, die jetzt ihre Stickereien wieder vornahm.

Welche Augenblicke kamen nun für ihn, der die Seligkeit, in ihrer Nähe zu ſein, ſo lange hatte entbeh⸗