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meiſterin, eintrat und athemlos rief:„Liſe, Kind, knüpfe mir den Pelz auf.“
„Nun gut, Vater! es ging zwar anfangs ein we⸗ nig hitzig her, aber jetzt iſt der Sieg, Gott ſei Dank! in meinen Händen, und wenn ich mich nicht gar zu ſehr täuſche, ſo ſoll die Leanderin die Freude haben, ihren Dacherker wieder vermiethen zu dürfen.— Es iſt doch ſo ſelten, daß ſie Miethsleute für die unange⸗ nehme Bühne bekommen.“
„Meinſt Du nicht, es wäre paſſender, wenn man auf einen andern Ort verfiele?“ wandte der Raths⸗ herr ein.„Ich möchte mein kleines Fräulein, meine ſchöne Blume, wie ich ſie nannte, gar zu gerne zur Nachbarin haben, aber wenn es ſie verletzen ſollte, daß wir ihnen gerade die Zimmer vorſchlagen, welche ſie zuletzt bewohnten, als ſie arm waren, ſo möchte ich lieber einige Schritte weiter gehen um ſie zu beſuchen.“
„Glaube mir, Vater, gerade die Zimmer werden die beſten ſein, und es wird ihrem Herzen wohl thun, ſie wieder ſehen zu dürfen. Sie wird denken, es ſei beinahe Alles wie früher, und vielleicht wird es auch ſo werden. Doch wir wollen jetzt üͤberlegen, wie wir den Brief aufſetzen! Es wäre gut, wenn wir Alles im Reinen hätten, bis William zurück kömmt. Siehſt Du, Vater, ich habe im Heimweg bei mir ſelbſt gedacht, wie hübſch es wäre, wenn wir ihm eine ſolche Ueber⸗ raſchung bereiteten, und er die alten Dacherkerfenſter aufgethaut ſähe und ein bekanntes Geſicht ihn daraus anblickte. Ach es wäre Etwas werth, dann ſeine Ver⸗ wunderung zu ſehen— denn er glaubt ſie ja noch ver⸗ heirathet und draußen im Walde lebend! Was ſagſt Du, Vater? Wir haben ja vierzehn Tage vor uns.“
„Ein prächtiger Vorſchlag, Mutter, ein wahrhaft prächtiger Vorſchlag! Aber vierzehn Tage iſt doch eine ſehr knappe Zeit— denke nur, bis ſie erſt den Brief bekommen und dann das Wenige, was ſie haben, her⸗ über bringen.“
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