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Die Erkerstübchen : eine Erzählung : vier Theile / von Emilie Flygare-Carlén
Entstehung
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ſo können ſie unter dem Schutze der Mauern wieder wachſen, die ihr Wohnung und Brod gaben, ehe der Adel noch wußte, daß ſie vorhanden war.“

Nachdem dieſe Worte der Weisheit von den Lippen der Bürgermeiſterin gefloſſen waren, hörte man keine weitere Oppoſition. Alle erklärten einhellig, daß ſie gerade daſſelbe gedacht und es auch ausgeſprochen hät⸗ ten, wenn ihre gute Wirthin ihnen nicht zuvor gekom⸗ men wäre. Und da das eine Extrem ſo oft hart neben dem andern liegt, ſo brannte man jetzt nur vor Be⸗ gierde, nicht zu ſpät zu kommen.

Die Poſtmeiſterin gab einen ſehr willkommenen Wink daruͤber, daß es durch einen Correſpondenten ihres Mannes in die Bezirkszeitung kommen könne, wie die edle Bürgerſchaft von N., die ſich ſchon ſo oft durch ſchöne Handlungen ausgezeichnet habe, jetzt wie⸗ der ein Opfer der Noth, das dießmal eine arme ade⸗ lige Wittwe ſei, eine hilfreiche Hand reiche— aber es ſei nicht das erſte Mal, daß die Bürgerſthaft ihren Nachbarn ein ſo ſchönes Beiſpiel gebe.

27.

Sie forſchen, tadeln, lachen,— Weil ſie drauf Anſpruch machen, Für dich und für dein künftig Treiben Geſetze vorzuſchreiben.

Adlerbeth.

„Nun, wie lief der Beſuch ab?“ fragte der Raths⸗ herr, als die Alte, ganz warm von den langen und eifrigen Debatten in dem Seſſionszimmer der Bürger⸗