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zu ergreifen. Es lag ſo viel innige Güte, ſo viel auf⸗ richtige und warme Theilnahme in ihren Worten, daß er nicht thun konnte, als verſtehe er ſie nicht. Er blickte ſie freundlich an und ohne daß ein Wort geſprochen wurde, hatte er jetzt eine Vertraute. Lächelnd trippelte die Rathsherrin zu ihren Caſſerolen hinab. Beinahe ſo unruhig wie ein Bräutigam am Hoch⸗ „ zeittag wartete William auf den Beginn der Feier⸗ tert, lichkeit. Seine eigenen Zimmer waren ihm nie recht ſchürze in Ordnung, denn bald legte er alles Ungehörige bei Seite, um Ordnungsſinn zu zeigen, bald wurden Pa⸗ um⸗ piere und verſchiedene andere Sachen hervor gezogen, 8 damit es nicht ſo ſteif und berechnet ausſehen ſollte; jetzt kurz er veränderte ſo oft und viel, daß wenigſtens das einen innere Zimmer eher unordentlich als geordnet war, . da die erſten Gäſte ankamen. Aber ehe Marie Luiſe teur, erſchien, hatte ſein Gemüth das glückliche Gleichgewicht wieder errungen, ſo daß er im Stande war, zu ſehen, mmlich was fehlte und den Mängeln abzuhelfen. An dem jährlichen Galatage des Utteriſchen Hau⸗ ſes ging es ſtets fröhlich und ungenirt zu. Heute Abend
ch ich aber war es glänzender als gewöhnlich und alles von in ſo den Wachslichtern und Punſchbowlen, wo die goldenen, uns Zitronenſcheiben unter dem gewaltigen Rühren der thin, Wirthin hin und her flogen, bis herab auf den wohl⸗ r zu gemäſteten Kapaunen und die überzuckerte Torte zeugte
zwei von Einfachheit und Reichthum in Geſchmack und Zu⸗ ar⸗ bereitung.
vie⸗ Obſchon Frau N. zu allen Feſtlichkeiten der Stadt
eingeladen wurde, ging ſie doch nie hin, entweder
Ur⸗ aus alt eingewurzeltem Hochmuthe, wie man ſagte, der⸗ oder aus Mangel an Garderobe.
Einige Wenige urtheilten jedoch milder und glaub⸗
rt, ten, daß das Unglück und die noch fortdauernden
für Kümmerniſſe ihr Gemüth für die Einſamkeit geſtimmt
hätten. ten Wie dies nun auch ſein mag— Marie Luiſe kam


