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„Nun, ſo behalte Deine lieben Wachslichter,“ antwortete die Alte beſiegt.„Ich weiß doch, wegen
welcher Perſon die Talglichter nicht gut genug waren,
obſchon die arme Kleine froh wäre, wenn ſie eines von den letzteren hätte.“
William wurde roth wie die Tulpe, deren Sten⸗ gel er eine beſſere Stütze zu geben ſuchte; that aber, als ob er den Stich der Tante nicht hörte.
„Ich bin eben jetzt ein wenig um ſie bekümmert,“ fuhr die Rathsherrin fort, indem ſie mit ihrer Schürze den bereits geputzten Spiegel abſtäubte.
„Um wen?“ fragte William, jedoch ohne ſich um⸗ zuwenden.
„Ei, um unſre Nachbarn da drüben. Eben jetzt in den Tagen vor Weihnachten hatten ſie noch keinen Stecken Holz, um damit einzuheitzen.“
„Wer hat das geſagt?“ fragte der Ingenieur, außer Stands ſeine Aufregung zu unterdrücken.
„Nun, das hat die geſagt, die es weiß: nämlich ihre Hausfrau.“
„Sie hat gewiß die Unwahrheit geſagt.“
„Sie iſt ein zu ehrliches Weib dazu, und auch ich möchte eine Klatſcherei nicht nachſagen. Es iſt um ſo gewiſſer, als ich ſelbſt— aber das bleibt unter uns — ihnen welches lieh, oder vielmehr die Hauswirthin, Frau Leander entlehnte von mir, um ihnen wieder zu leihen. Aber vor ein Paar Tagen bekamen ſie zwei Fuder von Segersſtad, wohin das Fräulein öfters ar⸗ beitet, und da bekam ich auch gleich mein Holz wie⸗ der; ſie ſind immer ſo ordentlich.“
„Großer Gott!“ ſeufzte William, der jetzt die Ur⸗ ſache ſeiner Verweiſung in der letzten Woche zu ver⸗ ſtehen glaubte.
„Ja, Gott iſt gut,“ fuhr die Rathsherrin fort, „Fräulein Marie Luiſe wird ein tüchtiges Weib für einen braven Mann.“
William konnte nicht umhin, die Hand der Alten
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