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Die Erkerstübchen : eine Erzählung : vier Theile / von Emilie Flygare-Carlén
Entstehung
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„So, ſo; er meinte alſo, meine Lichter würden nichts taugen!“ Und lang vor Carl war die alte Ut⸗ ter ſelbſt die Treppe zum obern Stockwerk hinauf, wo William hin und her ging und Alles auf das Aus⸗ geſuchteſte anordnete.

„Mein kleiner Ingenieur, was ſoll das heißen? Sie haben Wachslichter zu den Lämpchen gekauft— das hab' ich wahrhaftig nicht gewollt, denn nicht ein⸗ mal des Bürgermeiſters haben Wachslichter gehabt, außer im letzten Jahr, da ihre älteſte Tochter Hoch⸗ zeit machte. Und ich muß Ihnen erklären, Herr In⸗ genieur, ich möchte nicht haben, daß man ſagte, die alte Utter ſei in ihren alten Tagen noch hoffärtig ge⸗ worden.“

„Meine beſte Frau Rathsherrin!— Doch erlau⸗ ben Sie mir mit dem letzten Tag des Jahres alle Titel bei Seite zu legen; und da mich die Herrſchaf⸗ ten wie einen Sohn und nicht wie einen Miethgaſt behandelt haben, ſo möchte ich künftig die vertrau⸗ lichere Benennung Tante und Onkel gebrauchen dürfen.“

„Danke, danke, das iſt ein guter Gedanke,“ ſchmunzelte die Rathsherrin, indem ſie ſich verneigte. „Ich werde doch noch hie und da mein kleiner Inge⸗ nieur ſagen.“ Und nun erhielt die Alte eine gewal⸗ tige Umarmung, die ſie mütterlich erwiederte.„Aber jetzt,“ fuhr ſie fort,„ſollſt Du mir Rechenſchaft wegen der Wachslichter ablegen— verwechsle mir aber die Karten nicht!“

„Weit entfernt! Ich wollte mich ja eben erklä⸗ ren, als ich eine noch lichtere Idee bekam. Es war nur eine kleine Artigkeit gegen die auf den Bänken fitzenden Damen, um ihre Toiletten vor Talgtropfen zu ſchützen. Und ich wollte dieſe kleine Ueberraſchung beſorgen, ohne daß Mutter Grete etwas davon wiſſen ſollte; denn da meine Zimmer für das Feſt benützt werden, ſo muß ich auch einen kleinen Thyeil an der Beleuchtung tragen.“