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des Fräuleins oder an ihrer Seite dem Gang ihrer ſchönen Hand zu folgen.
Eine offene Huldigung, eine ſolche nämlich, welche die kleine Stadt zu dem Glauben hätte berechtigen können, daß er gefeſſelt ſei, hatte jedoch noch nicht Statt gefunden. Denn ſo viel man wußte— und in dieſer Stadt wußte man Alles— war er bei ſeinen Nach⸗ barn nie im ſchwarzen Frack noch weniger in Uniform geweſen; von Anfang bis zu Ende hatte er ja nur den braunen Ueberrock angehabt! Und die Folgerung einer ſo ſinnreichen Bemerkung war, daß Williams Beſuche bei der Frau N. den Karten gälten und nicht derjeni⸗ gen, welche ſie verfertigte.
Als Weihnachten heran kam, hätte unſer Ingenieur ſeine Dankbarkeit gern auf eine andere Weiſe als durch die kleinen Summen an den Tag gelegt, die Frau N. erhalten hatte. Er wagte es jedoch nicht, denn er fürch⸗ tete, eine ſolche Freiheit müßte derjenigen mißfallen, der er ſo ſehr zu gefallen wünſchte.
Zu ſeinem Leidweſen durfte er ſie auch nicht ſo oft beſuchen, denn in den Tagen vor und nach Weih⸗ nachten war Marie Luiſe von einer Menge Handarbei⸗
ten in Anſpruch genommen. Sie hatte ihm das ſelbſt
geſagt, und er mußte ſich mit ſeinen alten Beobachtun⸗ gen durch die Fenſter und die Gardine begnügen.
„Nun, mein Herr Ingenieur,“ ſagte die Raths⸗ herrin, die in dieſer Sache ſchärfer ſah als die Andern, „wiſſen Sie, daß wir am Neujahrsabend einen kleinen Schmaus haben werden. Würde der Herr Ingenieur nicht ſo gut ſein und uns ſeine Zimmer benützen laſſen, da ſie durch die verriegelte Thüre mit unſerem Saale zuſammen hängen.“
„Sehr gern, meine beſte Frau Rathsherrin! Aber was für angenehme Gäſte werde ich denn bekommen?“
„O Gäſte genug, einen ganzen Haufen, ſo daß Sie tanzen und ſich ſonſt beluſtigen können! Ich ſehe gerne


