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Die Erkerstübchen : eine Erzählung : vier Theile / von Emilie Flygare-Carlén
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habe die Erlaubniß bekommen, ſie unterrichten, mit ihr ſprechen, neben ihr ſitzen zu dürfen!

Doch, wie Ihr ſeht, ich bin noch nicht verliebt, denn ſonſt würde ich nicht von ihr ſchreiben. Es freut mich, ſagen zu dürfen, daß ſie ein Engel iſt, ſo weit ein irdiſches Weib es ſein kann: Liebenswürdig, gut, arbeitſam, aber dennoch keine von jenen eilfhundert Lilien mit hängenden Köpfen, die man immer ſtützen muß; denn das verſichere ich Euch, ſie kann ſich immer ſelbſt ſtützen.

Eben jetzt ſchmiegt ſich ihr ſchöner Arm zwiſchen der Jalouſie hervor— es wird mir zu warm im Kopf und Herz, als daß ich weiter ſchreiben könnte. Ich habe dieſen Arm ſchon in der Nähe geſehen, er hat nicht Seinesgleichen.

Und jetzt wißt Ihr Alles, was Ihr zu wiſſen braucht. Meine Geſchäfte gehen ziemlich gut, obſchon ich hie und da herum ſchwärme. Doch ich werde mich beſſern!— Nach Weihnachten bekommen wir längere Täge und da geht die Arbeit beſſer.

Lebt wohl, lebt wohl, meine Freunde am Herd der Heimath— ach, meine geliebte Mutter— jetzt verziehen ſich ihre Lippen nicht mehr zu einem Lächeln, wenn ſie meine Epiſteln leſen hört! Doch Freunde und Verwandte wollen von mir hören und Gott ſegne Euch dafür! Ich habe ein ſo weites Herz, daß ich die ganze Welt in mir aufnehmen zu können

glaube. Euer William.

Ei, ei! was iſt denn das für eine Stimme der Finſterniß, die ich draußen mit Carl zanken höre— „Gewiß, Du Schlingel, Genieur Jansſon iſt zu Hauſe, ich ſah ihn ja am Fenſter!“— Himmel— Pellander! Er kommt alſo immer wie ein böſer Geiſt, und eben jetzt mußte er herkommen! Meine gnädigen Nachbarinnen— und ein ſolcher Bruder!— Da iſt

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