Wenige iſt unwiderruflich dazu beſtimmt, mir heitere Abende zu machen, wenn ich den Tag über viel aus⸗ geſtanden habe. Verſtehen Sie mich, Herr Pel⸗ lander?“
„Was zum Henker iſt denn das für ein Be⸗ herren! Wenn der Bruder zu geizig iſt, um mir ei⸗ nen Grog anzubieten, ſo braucht er doch nicht hoffär⸗ tig zu ſein und zu thun, als erinnere er ſich nicht mehr, daß wir Brüderſchaft getrunken haben, und das bei einer Gelegenheit— Bruder Jansſon wird ſich wohl noch erinnern— wo weit größere Burſche als er dieſelbe Gunſt von mir erbaten.“
„Deſſen erinnere ich mich ſehr wohl,“ erwiederte ich ehrerbietig,„und es geſchah auch nur aus gezie⸗ mendem Zartgefühl, weil ich es für einen ſo jungen Mann wie ich bin für unpaſſend gehalten hätte, wenn ich einer Perſon, die mir an Jahren ſowohl als an Werdifäcen ſo weit voran iſt, den Brudernamen bei⸗ egte.“
„O gehorſamer Diener, gehorſamer Diener! das hat, nichts zu bedeuten— der Bruder kann ja Onkel zu mir ſagen.“
Ich erklärte, daß ich mich von dieſer neuen Gunſt ſehr geehrt fühle, beſchloß jedoch bei mir, ſo wenig als möglich Gebrauch davon zu machen.
Als wir zu Andres Andresſon kamen, fanden wir zwar eine kleine Zubereitung auf Bauernmanier; allein während der Geſchäftstage nahm die Bewirthung ein ſo vollkommenes Ende, daß Pellander den tiefſten
Seufzer über die Verminderung ſowohl in der Schüſ⸗
ſel als im Becher ausſtieß und höchſt vergnügt war, da der Tag des Aufbruchs heran kam, als ſich plötz⸗ lich in der Nacht vor dieſem ein ſo unerhörter Sturm oder vielmehr ein ſo ſchrecklicher Orkan erhob, daß eine Rückfahrt von drei Meilen in einem kleinen offe⸗
nen Boote ſo viel geheißen hätte als dem Leben mit
Vorſatz Valet zu ſagen.


