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Die Erkerstübchen : eine Erzählung : vier Theile / von Emilie Flygare-Carlén
Entstehung
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„Ungemein ſchlecht, mein beſter Herr Pellander! Wir haben ein wahres Hundewetter.“

„Leider, ſehr leider! Aber da es immer beſſer iſt, wenn man in Geſellſchaft leidet, ſo— wenn es Dir recht iſt, Bruder Jansſon— ſo ſtoßen wir die Boote beſſer zuſammen! Ich will auch nach der Binhaminſel zu Andres Andresſon.— Du haſt, glaub' ich, Deine Bezahlung erhalten?“ Dieſe letzten Worte richtete Pel⸗ lander an ſeinen Ruderer, und ehe dieſer noch ein langes und erſtauntes„Nein“ herausbringen konnte, war der Herr Advokat ſchon in mein Boot ge⸗ ſprungen.

Mit knapper Noth gelang es mir, mein Flaſchen⸗ futter vor ſeinen ſpähenden Blicken zu verbergen— ich ſagte Dir ſchon, daß ich drei liebenswürdige Freun⸗ dinnen in meiner Geſellſchaft hatte. Aber da gleich⸗ geſtimmte Freunde in die Länge einander langweilig werden, ſo war mirr das Schickſal gewogen und ſandte mir zur Abwechslung die Zwietracht in der Geſtalt

des Advokaten Pellander.

„Ich ſollte nach dem Akkord neun Mark erhalten,“ ſagte der Mann in dem leeren Boot.

„Gut, mein Freund, ich will ſie Dir bei dem nächſten Bericht abziehen, den ich für Dich aufſetze.“

Was war zu machen? Mit oder gegen meinen Willen mußte ich mich der Verzauberung von Pellan⸗ ders Machtſpruch unterwerfen. Die Sache war näm⸗ lich die, daß er eine Spur von meinem Ausflug be⸗ kommen hatte und da er einſah, daß er auf dieſe Weiſe ſeine eigene Ueberfahrt erſparen konnte, ſo hatte er das Boot nur beſtellt, um mich an einem geſchickten Orte zu treffen.

„Haſt Du nichts Erwärmendes, Bruder?“ fragte Pellander, der, wie ich merken konnte, bereits Vor⸗ mittags den Vorrath erpedirt hatte, den er ſelbſt bei ſich führte.

„Nur wenig, ſo gut wie nichts— und dieſes