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Die Erkerstübchen : eine Erzählung : vier Theile / von Emilie Flygare-Carlén
Entstehung
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44. ſaß ich daher im Nachen und dachte: komme, was da will, Sturm, konträrer Wind, Windſtille, ſo habe ich doch immerhin meinen Toddy und meine Pfeife im Rückhalt, mit denen ich den Geiſt neu beleben kann.

Aber was weiß der Menſch von dem Erfolg ſeiner thörichten Berechnungen! Ich fordere die Herrſchaften auf, das Licht zu putzen und die Ohren außzuſperren.

„Ein Boot auf der Seeſeite, das gerade gegen uns kommt,“ ſagte mein wackerer Alter von Ruderer und deutete in die Richtung hin, von woher ein ande⸗ rer Sohn des Meeres ſeinen Weg pflügte.

„Halt an! Es iſt wahrſcheinlich Jemand, der mit mir ſprechen will,“ ſagte der Unterzeichnete. Und gleich darauf ſchauten meine Augen, ſo gerne ſie auch falſch geſehen hätten, eine alte Bekanntſchaft, einen von den Dutzbrüdern, über die wir ſtolpern könnten, ohne daß wir herauszubringen vermöchten, wo wir ihren Namen hernehmen ſollten, und die wir, Gott weiß, wie be⸗ kommen haben, da wir in einer fröhlichen Stimmung mit dem Glaſe in der Hand die Brudertoaſte nicht ſo genau abwogen.

Ein ſolcher Bruder ſtand jetzt in dem ſchaukelnden Boote vor mir, ein Bruder, der mir jedoch durch das Gerücht nicht ſo ganz unbekannt war. Es war näm⸗ lich der berühmte Branntwein⸗Advokat Pellandern, der ſeit einem Vierteljahrhundert ſeinen Namen theils durch die Menge Prozeſſe, die er ein und ausgefädelt, theils durch ſeine mehr als unerhörte Fähigkeit, alle flüſſigen Stoffe zu konſumiren, unſterblich gemacht hatte.

„Herr Genieur Jansſon!“ rief mein heiterer Freund, der wenigſtens dreiviertel und zehn Minuten lang ſei⸗ ner Gewohnheit pflog, indem er nämlich in ſeligem Zuſtand beinahe die Hälfte von den Namen und Cha⸗ rakteren ſeiner Freunde abkürzte,„Genieur Jansſon— Bruder ſollte ich eigentlich ſagen— ach Herzens⸗ bruder! wie befindeſt Du Dich?