lein Anfangs einigen Rath zu geben, der Ihnen wohl nützen könnte.“
3„Sehr gern, wenn der Herr Ingenieur ſo gut ſein will. Auf einige Tage bin ich jetzt noch mit einer angefangenen Arbeit beſchäftigt. Nächſten Mittwoch aber können wir unſere Unternehmung beginnen.“
Wer war jetzt entzückter als William! Um in⸗ deſſen nicht zudringlich zu erſcheinen, nahm er ſeinen Hut, ſobald das Geſchäft beendigt war, und entfernte ſich, indem er bei Mutter und Tochter einen angeneh⸗
men Eindruck zurückließ.
6.
Brief des Ingenieurs Williamsſon an einen Freund in der Heimath.
Hör' einmal, Du alter Gothe, der lieber auf den morſchen Schwellen unſerer Vorfahren herumwandelt, als den Hauch einer fremden Luft empfindet, haſt Du wohl einmal recht darüber nachgedacht, was für eine Ungereimtheit Du verlangſt, indem Du begehrſt, daß ich zur Erbauung der Herrſchaften in der Heimath meh⸗ rere Stunden meiner koſtbaren Zeit dazu verwenden ſolle, um euch nicht etwa Briefe, ſondern Epiſteln, Herr Gott! ganze Epiſteln aus dem Leben eines armen Feldmeſſers zuſammen zu ſchreiben! Wenn ich aber der Wahrheit gemäß mittheile, wie ich an dieſem oder jenem Tag einen neuen Grenzweg betrat, dieſe oder jene Straße abmaß, oder dieſes und jenes Grundſtück für Peter, Olle, Andres oder Jöns abtheilte, ſo wird
man ganz einfach erklären, daß all' das gar zu lang⸗
weilig ſei, um es aufs Papier zu ſetzen, kurz, daß


