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zartfühlend iſt, um dieſe Sache vor Dir zu erwähnen. Ein ſolcher— ſillle, da iſt er ſchon wieder!“
Marie Luiſe legte ihre Arbeit weg, zog die Jalou⸗ ſien bei Seite und half dem jungen Feldmeſſer dienſt⸗ fertig die Karte ausbreiten, über welche ſich jetzt beide, er beſchreibend, ſie horchend, hinneigten.
Es war ein angenehm belohnendes Gefühl für William, an der Seite eines jungen und ſchönen Wei⸗ bes jetzt den Weg wieder durchfliegen zu dürfen, den er vor noch nicht langer Zeit unter Anſtrengungen und Mühen gewandelt war. Er verweilte auch bei jedem Punkte ſo lange, als es ſich paſſender Weiſe thun ließ, bis er, den ſchnellen Lauf der Minuten innerlich be⸗ klagend, die Karte zuſammenrollen ließ, während ſein Blick fragend den des Fräuleins ſuchte.
Marie Luiſe ſtützt ſinnend die Ellbogen gegen das Fenſtergeſimnſe. Und während William ſie betrachtete, fühlte er, daß all ſeine Aber verſchwunden waren. Sie mochte jetzt thun oder ſagen, was ſie wollte, ſo meinte er nie ein ſo anziehendes, ein zugleich ſo wür⸗ diges und anſpruchsloſes Weib geſehen zu haben.
„Nun wohl, Herr Ingenieur, wenn ich den Ver⸗
ſuch wage und er mißlingt, läßt ſich der Schaden dann wieder gut machen?“ „Sehr leicht, ich kann dann eine neue Karte copiren.“ „Auf dieſe Weiſe,“ erwiederte Marie Luiſe, indem ſie etwas den Mund verzog,„wird der Herr Ingenieur keinen großen Gewinn davon haben. Wenn Sie aber erlauben, ſo will ich verſuchen, die Karte ganz zu copiren. Gelingt es dann nicht, ſo verlieren Sie auch Nichts.“
„Aber das Fräulein verliert ſeine Zeit.“
„Das fürchte ich allerdings; doch man lernt Nichts, ohne Etwas aufzuopfern— ich bin entſchloſſen.“
„In dieſem Fall kann ich nicht genug danken. Aber ich würde dem Fräulein im höchſten Grad ver⸗ bunden ſein, wenn es mir erlaubt wäre, dem Fräu⸗


