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tigt war, ſaß wieder am Tiſch vor dem einzigen Fen⸗ ſter des Zimmers.
Es klopfte an die Thüre.
„Herein!“ rief Frau N. und warf ſchnell den Sonntagsſhawl über die Schultern.
Marie Luiſen's ſtets geſchmackvolle, obſchon häus⸗ liche Toilette bedurfte keiner Verbeſſerung. Aber da fremde Männertritte an ihr Ohr ſchlugen, ſo fuhr ſie doch einige Male über den Scheitel.
„Ich habe doch die Ehre, Frau N. zu ſehen?“ ſagte der Ingenieur Williamsſon, der heute nicht die Beſchuldigung der Schüchternheit oder Dummdreiſtigkeit verdienen zu wollen ſchien.
„Ja, wir haben bereits durch das Fenſter Be⸗ kanntſchaft gemacht,“ verſetzte Frau N. artig.„Und meine Tochter—“ der Ingenieur verbeugte ſich vor dem Fräulein—„iſt Ihnen ja perſönlich bekannt.“
Marie Luiſe erwiederte den Gruß und bot ihm einen Stuhl an.
„Indeſſen,“ verſicherte William mit einer Feinheit und einer Wendung im Ton, die Marie Luiſen beſon⸗ ders wohl gefiel,„wage ich es nicht, dieſe Bekanntſchaft als Vorwand zu einem Beſuch zu benützen. Nur in der Eigenſchaft eines Bittenden habe ich es gewagt, mich hier einzufinden.“
Ein freundlicher Blick des Fräuleins ermunterte Williams Beredtſamkeit weit mehr, als Frau N's offene Frage:„Weshalb denn?— wahrſcheinlich wegen des Abſchreibens?“
„Nein,“ ſagte er haſtig, obſchon er ſeinen Wider⸗ willen gegen das Ausſprechen der Sache ſelbſt nur mit Mühe bekämpfte,„damit kann ich das Fräulein nicht beſchweren. Es iſt gar zu langweilig, einen ſol⸗ chen Plunder zu durchgehen. Aber vielleicht wäre es minder kühn, wenn ich gehorſamſt zu bitten wagte, daß Sie mir einige Karten illuminirten.“
„Das wage ich nicht auf mich zu nehmen, Herr


