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Die Erkerstübchen : eine Erzählung : vier Theile / von Emilie Flygare-Carlén
Entstehung
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ſagte aber das weiß ich, daß ich ihm ſagte, wir ſeien an den Vormittagen daheim.

Das Geſpräch verſtummte für eine Zeitlang. Ma⸗ rie Luiſens fleißige Finger flogen mit einer Fertigkeit mit der Stricknadel herum, wie wenn ſie die einfachſte Leinwandnäherei unter den Händen hätte.

Du haſt mir nicht geſagt, begann endlich die Mutter aufs Neue und dießmal ſtreckte ſie den Kopf zwiſchen den Umhängen hervor,Du haſt mir nicht geſagt, ob Malkolm ſich in Segerſtad befand, als Du dießmal dort warſt?

Wenn ich das nicht geſagt habe, verſetzte Marie Luiſe mit einem feinen Lächeln,ſo darf Mama über⸗ zeugt ſein, daß es nur daher kam, weil ich auf der ganzen Welt keine langweiligere Perſon kenne, als unſern geliebten Neveu, den Repräſentanten aller Och⸗ ſenmärkte, und deßhalb iſt es mir zuwider, nur von ihm zu ſprechen.

Aber war er vort, frage ich?

Ja, und er weihte mir ſeine Huldigung mit ſei⸗ ner gewöhnlichen verführeriſchen Liebenswürdigkeit.

Nimm Dich in Acht, Marie Luiſe! Ich habe Dir ſchon früher geſagt, daß Du einen Stolz und eine Selbſtliebe beſitzeſt, die nicht an ihrem Platze iſt, und die, wie ich fürchte, Dich ins Unglück ſtürzen kann. Der Tag dürfte wohl einmal kommen, wo Du Dir dieſe Huldigung zurückwünſchen könnteſt einen Rit⸗ terſitz wie Malkolmsnäs!

Und einen Ritter wie Vetter Malkolm, Mamachen!

Beide Theile gleichen ſich gegenſeitig aus. So aber

Ja, ſo aber, ergänzte Marie Luiſe den von der Mutter mit Fleiß abgebrochenen Satz,kann ich glück⸗ lich, froh und von Allem unabhängig ſein, außer von Mama's Wünſchen, deren Erfüllung mir ja ſtets ſo theuer iſt.

Die Erkerſtübchen. 3