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Die Erkerstübchen : eine Erzählung : vier Theile / von Emilie Flygare-Carlén
Entstehung
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Ach, daß Mama nicht ſchlafen kann! Marie Luiſens ſchöner Kopf wandte ſich zur Seite, wo das Bett der Mutter, von großblumigen Vorhängen umge⸗ ben, in einem kleinen Alkoven ſtand. Die beiden Frauen hatten, wie ihr Nachbar, zwei Zimmer, aber im Win⸗ ter konnten ſie nur eines benützen.

Ich ſchlafe nicht, wenn Du wachſt.

So muß ich mich wohl auch niederlegen, Mama⸗ chen, obſchon Mama weiß, daß ich der Baronin von Segerſtad verſprochen habe, die Haube und die Man⸗ ſchetten bis in der nächſten Woche fertig zu machen. Und ich bin heute Abend noch gar nicht ſchläfrig.

Nun; dann iſt es eben ſo gut, wir ſchwatzen noch ein wenig, als wenn ich thue, als ob ich ſchliefe. War es bei Lundens unterhaltend, meine Liebe?

O ſo, ſo; eben nicht beſonders.

Du ſahſt wohl Utters neuen Miethgaſt ich vermuthe, daß er dort war?

Das verſteht ſich.

Iſt er ein ordentlicher Menſch? Er ſieht in der Entfernung, wie ich ihn geſehen habe, ſehr gut und hübſch aus.

Ja, und ich glaube, daß er bei näherer Betrach⸗ tung nichts verliert.

Sprach er mit Dir?

Ja, und er tanzte auch mit mir. Aber er führte eben keine intereſſante Unterhaltung, ſo daß ich fürchte, er iſt in dieſer Beziehung wie unſere andern Herrn.

Wenn unſer armer Ingenieur dieſes Urtheil ge⸗ hört hätte! Es war gut, daß er es nicht hörte, denn in dieſem Fall würde er gewiß der guten Stadt den Rücken gewendet haben und unſere Geſchichte wäre ſo⸗ mit zu Ende. Aber glücklicherweiſe ſagte William in demſelben Augenblicke, wo Fräulein Marie Luiſe den letzten Satz zu ihrer Mutter hinſprach, zu ſich ſelbſt: Sie wird gewiß gleich bemerkt haben, daß ich von