und gerade jetzt an ſeinem Rothwerden anſehe, daß der Herr Ingenieur das Fräulein doch geſehen hat, was würde das Gewiſſen darauf antworten?⸗
„Das weiß ich nicht genau; aber es würde ohne Zweifel überzeugt ſein, daß eine Dame nie Unrecht haben kann, außer etwa in dem Fall, wenn es ihr ein Vergnügen macht, einen Mann in die kitzliche Lage zu verſetzen, daß er entweder die Unwahrheit ſagen oder da widerſprechen muß, wo er eigentlich immer einſtim⸗ men ſollte.“ 3
„Ja, da haben wir ihn feſt bekommen,“ ſagte die Wirthin lachend.„Aber glaube ihm, wer da will— Nun wohl, Herr Ingenieur, Friede in dieſer Richtung um der ſchönen Phraſen willen! Sagen Sie uns jetzt, Herr Ingenieur, ob Sie ſtark im Boſton ſind, denn dann will ich Sie ohne Weiteres dazu werben?“
„Ach, meine gnädige Frau Großhändlerin, ich bin leider in Nichts ſtark und am allerwenigſten im Kar⸗ beu pitt wo ich mich kaum für einen Schuler ausgeben darf.“ „Poſſen— wir wollen um die Wette paſſen, wenn wir die Bürgermeiſterin nicht bête machen können.“
„Aber ich verſichere Sie—“
„Ich verſichere Sie, daß das nur Ausflüchte ſind, um ſich mit jungen Damen unterhalten zu dürfen. Aber wahrlich, der Herr Ingenieur ſoll wenigſtens das erſte
Spiel mitmachen.“ „Nach Befehl!“ Und William, der dem Fräulein,
die er doch ſo gerne angeſprochen hätte, noch nicht ein
einziges Wort hatte ſagen können, mußte ſich von den alten Frauen fortſchleppen laſſen, die herzlich über ihren
Triumph lachten.
Nach zwei tödtlich langen Stunden ſchlug endlich der Augenblick der Befreiung. Die Damen ließen ſich begnügen ihren früheren Anbeter, einen alten Aſſeſſor, zum vierten Mann anzunehmen.
Entzückt verließ William den Platz und ließ ſich


