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„Der alte Organiſt ſchreibt ziemlich gut, wenn er Zeit hat. Aber ſchnell geht es nicht und dann ha⸗ ben wir auch einen heruntergekommenen Kaufmann, der gern etwas annimmt, wenn er etwas bekommt⸗ Aber, die Wahrheit zu ſagen, er iſt beſtändig etwas betrunken, ſo daß man ihm nicht das geringſte Ge⸗ ſchäft von Wichtigkeit anvertrauen kann.“
„Aber gibt es denn hier um's Himmels willen keinen arme, aber ordentliche Seele, die einen kleinen Verdienſt brauchen kann?“ William wollte, wo mög⸗ lich in der befriedigenden Gewißheit, einem armen Mitmenſchen zu helfen, eine natürliche Entſchuldigung gegen ſich ſelbſt und die Vorwürfe finden, die er bis⸗ weilen empfand, wenn er ſich des Raths ſeiner gelieb⸗ ten, verſtorbenen Mutter erinnerte: nie zu vergeſſen, wie nothwendig die Arbeit in der Jugend ſei, um den Grund zu einem geborgenen Alter zu legen, und daß kein Wohlſtand ſüßer ſchmecke und beſſere Früchte trage, als der, den man ſich durch eine edle Thätig⸗ keit ſelbſt geſchaffen habe.
„O doch!“ antwortete der Rathsherr, über ſei⸗ nen Eifer lächelnd.„Es gibt allerdings hier eine ſolche Seele, wenn ich recht darüber nachdenke, und es iſt nicht weit von hier. Aber wenn der Herr In⸗ genieur auch noch ſo lang riethe, ſo würde er, glaube ich, doch nicht darauf kommen, wer in unſerer Stadt am geläufigſten ſchreibt und doch die ſchönſte Hand hat. 71
„Ei, ſo zeigen Sie mir doch dieſen Juwel— es iſt vielleicht gar ein Stockholmer Kammerſchreiber, der ſich hieher verirrt hat?“
„Ein Kammerſchreiber? Ja, ja, ſo etwas“⸗— lachte der Rathsherr—„oder wir wollen lieber ſagen, eine Kammerſchreiberin. Sie hat wahrhaftig ſchon manche dicke Scharteke für den Bürgermeiſter und den Fiskal durchgegangen.“
Die Erkerſtübchen. 2


