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Die Erkerstübchen : eine Erzählung : vier Theile / von Emilie Flygare-Carlén
Entstehung
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2.

Ich kam, ich ſuchte, ich fand. Läſtadius. Die Sonne ſchaut ſo friſch herein, Aus Allem ſtrahlt Behagen; Geſorgt iſt ohne Prunk und Schein Doch reich, für Leib und Magen. Wadſtröm.

Die vier Talglichter im Stadtklubbſaale waren be⸗ reits angezündet. Einige von den Herrn hatten ſich am Spieltiſch niedergelaſſen, andere laſen die Anzeigen, während wieder andere bei einer Pfeife und einem Glas Toddy warteten, bis die Reihe dieſer Unterhal⸗ tung auch an ſie käme. Im Saalſtübchen ſaß Frau Elmgren, die Patronin des Klubbs, und legte ihre Butterbrödchen aus, welche die Herrn in Ermanglung eines Kellners um die achte Stunde ſelbſt holten oder auch drinnen bei ihrer guten Wirthin verzehrten, welche ihre nächſten Bekannten bisweilen zu einemKältever⸗ tilger oder einem Glas Bierkäſe einlud.

Die einzige Roſe des Kellers, die rothwangige

Lotte, war eben im Begriff mit der Bierkäſeſchüſſel

die Schwelle des genannten Verkaufſtübchens zu treten, als ein größes Ereigniß geſchah, indem näm⸗ lich ein donnerndes Fuhrwerk an der Thüre hielt. Es war ſchon lange her, ſeit keine Fremden mehr in die Stadt gekommen waren, und deshalb war es auch verzeihlich, daß Gäſte und Wirthin die Naſen hinter die Gardinen ſteckten, um mit Hilfe des Mondes zu ſehen, wer nochſo ſpät draußen ſein könnte.

Herr Gott, Frau! und das Gaſtzimmer iſt nicht geheizt! rief Lotte ganz beſtürzt.