Emilie Johanna. Ich hätte es gern geſehen, daß Jan nach
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ungerechtigkeit, einen derſelben zu bevorzugen. Um über dieſen ſchwierigen Punct hinweg zu kommen, beſchloß ſie den Namen aus dem letzten Roman von Lafontaine zu wählen, welches gerade ihr Lieblingsbuch war, nämlich:„die Familie von Hal⸗ den“— die Heldin hieß Emilie.
Das Kind wurde ſomit auf den Namen Enilie getauft; trotz allen Widerſtrebens von Seiten meines Vaters, welcher die Kleine, Emilie Johanna nennen wollte, weil dieſe Ver⸗ einigung der Namen des älteſten und jüngſten Kindes an die Stütze erinnern ſollte, welche der Bruder im Nothfalle der Schweſter ſchuldig ſein würde. Aber hierin war meine Mutter unbeweglich.
„Nun, nun,“ tröſtete ſich mein Vater,„wenn ich noch ein Bischen lebe, ſo ſollen dieſe beiden Namen zum wenigſten auf einem neuen Schooner vereinigt werden: auf dem Schooner Hauſe gekommen wäre, um wenigſtens als Taufzeuge gewiſſe Pflichten gegen ſein Schweſterlein zu übernehmen.“
Der Namenintereſſent des zukünftigen Schooners erſchien nicht; wohl aber die beiden anderen Söhne, Karl und Wil⸗ helm, welche gerade zeitig genug eintrafen, um der Taufe bei⸗ zuwohnen.
Ein Unglück traf jedoch ein, wodurch beſonders die Ge⸗ duld meines Gevatters auf eine harte Probe geſtellt wurde: Fräulein Carolina Lannerstjerna war von einem ſo plötzlichen Unwohlſein befallen worden, daß ſie nicht auf der Kindtaufe erſcheinen konnte, und es vermochte den Rittmeiſter auf keine
Weiſe zu tröſten, daß die junge Dame, welche ihre Stelle ver⸗
treten mußte, ebenfalls Caroline hieß. Am ſchlimmſten war es für ihn, daß der Eindruck, den der Gevatterkuß ſeiner Be⸗ rechnung nach auf ſein ganzes Nervenſyſtem ausüben ſollte— nun gänzlich für ihn verloren ging!
Aber das waren noch nicht Leiden genug. Er hatte ja
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