Teil eines Werkes 
2. Theil (1862)
Entstehung
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ration kenne ich perſönlich, obgleich ich den vermaledeiten Jun⸗ gen immer aus dem Wege gehe.

Aber geſetzt, Sie hätten ſelbſt Kinder?

Die werden Alle außerhalb des Hauſes erzogen. Ich billige Ihre Methode durchaus, nur werde ich ſie viel früher in Anwendung bringen. Aber da Sie, liebe Madame Smith, gar nicht geneigt ſcheinen, Miß Lotte kommen zu laſſen, ſo ſtehe ich nicht dafür ein, was morgen geſchehen kann, das heißt wenn die Malmelinin mich nicht durch eine mißrathene Kalbs⸗ bruſt aus meiner guten Laune bringt.

Ich werde es ihr auf's Strengſte anbefehlen, ſich davor zu hüten. Und, wenn Alles gut geht, was wird da ge⸗ ſchehen?

Nichts anderes, als was ich mir längſt vorgenommen habe: ich werde einen Beſuch bei Frau Lannerstjerna machen. Wenn ich mich aber in die Wohnung dieſer Dame wagen ſoll, die ich mit einem, aus ſeiner Niſche hervorgetretenen Heiligen⸗ bilde vergleichen möchte, ſo muß ich mich in einer milden, ela⸗ ſtiſchen Gemüthsſtimmung befinden, und das iſt mir nach einer mißrathenen Mahlzeit unmöglich.

Beruhigen Sie ſich, Herr Rittmeiſter. Und ſollte ich ſelbſt an den Heerd gehen, ſo

Um keinen Preis. Ein erſter Beſuch iſt immer un⸗ angenehm, und da iſt es vielleicht ebenſo gut, daß wir die Sache dem Zufall anheim geben. Aber, liebe Madame

Smith, können Sie mir die Verſicherung geben, daß Fräulein Carolina's Laune immer ſo liebenswürdig und ſanft iſt, wie ich ſie bisher gefunden habe?

Das glaube ich zu können. Ich habe ſie von Kindheit auf gekannt, wir waren mit ihren Aeltern ſehr befreundet. Was war nicht Capitain Lannerstjerna für eine liebe, gute und muntere Seele! Sie werden auch genug davon gehört haben. Und was Frau Lannerstjerna betrifft, ſo weiß die