Teil eines Werkes 
2. Theil (1862)
Entstehung
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Seite ſetzend, ſollte eine Frau mit einem Manne, wie ich bin, wirklich glücklich werden können?

So wie Sie jetzt ſind, nein! Wohl aber mit einem Manne, wie Sie ſein werden, nachdem Sie unter dem Einfluſſe der Ehe und der Zeit, alle die kleinen Narrenſtreiche abgelegt haben, die jetzt mehr einen Anhang als die Grundzüge Ihrer Perſönlichkeit bilden. Heirathet man aus Liebe, ſo thut die Liebe Wunder.

Bei Gott, Frau Salomo, ich glaube, daß dies Raiſon⸗ nement durchaus logiſch iſt. Aber warum haben Sie keine von Ihren eigenen Töchtern zu Hauſe, es wäre ſo hübſch, pa- role d'honneur, es wäre zum Entzücken, wenn wir mit einan⸗ der verwandt würden!

Meine älteſte Tochter wurde voriges Jahr mit Paſtor Brovall verheirathet, deſſen Filialpfarre in der Nähe von Go⸗ thenburg liegt; die zweite iſt kaum erwachſen und bringt wie gewöhnlich den Sommer bei Verwandten väterlicherſeits, bei dem General Belfrage zu, ſie iſt auch viel zu ausgelaſſen und neckiſch, um der zugedachten Ehre würdig zu ſein; die dritte, zwiſchen zwölf und dreizehn, iſt faſt ſeit einem Jahre bei Kaufmann Diedrichſens in den Scheeren; eine Familie, die ſeit vielen Jahren mit uns befreundet iſt. Es iſt hier Sitte, daß die Erziehung der Töchter außerhalb des Hauſes vollendet wird, oder wie Papa zu ſagen pflegt, daß ſie hinterm Ofen hervor kommen.

Das war recht dumm. Ich laſſe mich übrigens nicht necken, und eine junge Schönheit wie ich weiß daß Miß Lotte iſt findet man auch nicht alle Tage. Nun wenn Sie eine ſolche Methode in der Erziehung Ihrer Töchter befolgen, da wundert es mich nicht, daß auch die Söhne vom Hauſe fort ſind. Ich habe vergeſſen, wo ſie Alle ſtecken.

Mein Erſtgeborener, mein Sohn Jan dieſen Namen nannte die Mutter immer mit einem gewiſſen Stolzeiſt,

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