Teil eines Werkes 
2. Theil (1862)
Entstehung
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Du könnteſt Dich jetzt ſchon an einen Zank, den die Männer unter ſich ausmachen, gewöhnt haben. Ja nun, alles ſoll immer nach Deiner Pf. So, ſo, Du haſt Dich doch nicht allzu ſehr erſchrocken, Mutter?

Beſte Madame Smith, ich bin, parole d'honneur, in Verzweiflung. Ich weiß nicht, weſſen Schuld es war, aber ich biete die Hand zur Verſöhnung.

Nun, da iſt auch die meine aber künftig müſſen Sie ſich andere Zerſtreuungen ſuchen.

Der Rittmeiſter küßte meiner Mutter im Vorbeigehen die Hand er beobachtete noch immer eine ritterliche Artigkeit ihr gegenüber und verſchwand dann über die Hintertreppe in ſeine eigene Wohnung. Als er nach einer Viertelſtunde wieder unten im Wohnzimmer erſchien, war ihm keine Spur von dem eben ſtattgefundenen Auftritte mehr anzumerken.

Wo iſt Fräulein Lannerstjerna ſie iſt doch nicht etwa fortgegangen?

Nun erſt bemerkte der Rittmeiſter, daß er ſich allein im Zimmer befand. Er war es aber ſo gewohnt, die Frau vom Hauſe überall aufzuſuchen, daß er bis nach der großen Vor⸗ rathskammer hinwanderte, wo er meine Mutter auch wirklich antraf, als ſie gerade im Begriffe war, die Thür zuzu⸗ ſchließen.

Aber wo iſt denn Fräulein Lannerstjerna?

Diesmal waren es nur ihre Augen, die hier zum Be⸗ ſuche waren! erwiderte meine Mutter lächelnd.

O, die Weiber! Parole d'honneur, das war ein geiſtreicher Einfall. Aber meine gnädigſte Frau Wirthin, ich möchte Ihnen ſo gern einen Vorſchlag machen, von dem ich be⸗ ſtimmt weiß, daß er allen dieſen Auftritten fernerhin ein Ende machen würde.

Nun, ſo laſſen Sie uns hineingehen, damit ich höre, worum es ſich handelt.

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