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ber war ein herber, ernſter Mann, der durchaus nicht be⸗ greifen wollte, daß man auf verſchiedene Weiſe Buch führen könne.
Auch in das Schulzimmer hatte der launenhafte Mann die Naſe geſteckt, wo Informator und Schüler ihn ebenſo ſchnell in die Flucht gejagt hatten. Als er aber ſchließlich meinem Vater die Ueberzeugung beizubringen ſuchte, daß er nichts von der Landwirthſchaft verſtehe, ſondern die Gebräuche, welche er (der Rittmeiſter) auf ſeinen Reiſen geſehen hatte, in Anwen⸗ dung bringen müſſe, da geriethen beide Herren eines Tages ſo miteinander in Streit, und dies auf offenem Hofe, daß es wahrſcheinlich ein ſchlimmes Ende genommen hätte, wenn meine Mutter, welche die ganze Scene vom Fenſter mit angeſehen hatte, ſich nicht zur rechten Zeit ins Mittel gelegt hätte.
„Greta,“ rief mein Vater, ſobald er ſeine treue Lebens⸗ gefährtin gewahrte,„ſagte ich Dir nicht gleich, daß dies zum Teufel gehen würde?— Man ſperre die Narren ins Narreu⸗ haus, aber laſſe ſie nicht frei umherlaufen. Ich ſage Dir, lange halte ich es nicht mehr aus— das war das Wort!“
„Herr, ich ſchwöre bei meiner Ehre, beim Paradieſe, bei allen Erzengeln, ich ſchwöre bei Himmel und Erde, bei Luft und Waſſer, ja beim Satan ſelbſt, daß Sie der größte Narr ſind, wenn Sie das Heu mitten unter——“
„Mäßigen Sie ſich, Herr Rittmeiſter,“ ſprach meine Mut⸗ ter mit gebieteriſcher Würde.„Fräulein Lannerstjerna ſteht oben am Fenſter. Soll ſie, ſoll die ganze Stadt ſagen, daß ich Unrecht that, als ich meinen Mann überredete, Sie ins Haus zu nehmen?— Und Du, Vater, wie magſt Du mir einen ſolchen Schreck einjagen, gerade jetzt“— hier flüſterte ſie einige Worte—„und Du weißt, daß ich viel empfänglicher bin, als ſonſt.“
„Das iſt wahr, mein Schatz! Aber das iſt das vierzehnte Mal, daß Du Dich auf Deine Nerven berufſt. Mich dünkt,
Carlen, Cam. obsc. II. 15


