Teil eines Werkes 
2. Theil (1862)
Entstehung
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ſellſchaft bei meinen Eltern einfanden, befanden ſich, wie wir wiſſen, auch Frau Lannerstjerna und ihre Tochter; und wenn Letztere auch kein Gefallen an der Unterredung des Rittmeiſters finden konnte(ſeine hauptſächlichen Fragen beſtanden darin: ob das Fräulein friſche Luft liebe, ob ſie empfänglich für Zugluft ſei, er riſſe zuweilen mitten in der Nacht die Fenſter auf, ꝛc.) ſo mußte die ſonderbare Perſönlichkeit doch gewiſſermaßen ihr In⸗ tereſſe erregen.

Nun, Herr Rittmeiſter, fragte meine Mutter, als er ſich mit einigen artigen Redensarten entfernte,aufrichtig geſtanden, wie haben Sie ſich in dieſem ungewohnten Kreiſe befunden?

Parole d'honneur, Madame, ganz vortrefflich! Herr Smith und ich werden bald die beſten Freunde werden: Sein Wein hat nicht den geringſten Schaden von der Haverie ge⸗ nommen. Ferner fühle ich, daß Fräulein Lanerstjerna's Antlitz mir einen ruhigen, ſtärkenden Schlaf ſchenken wird, und wenn ich nur meiner gütigen Wirthin die Hand küſſen und ihr ſagen darf: wie glücklich ich mich ſchätze, einer ihrer treueſten Unter⸗ thanen zu werden, ſo wird ſie mir die Gunſt erweiſen und mir den Spinat nicht wieder mit Milch geſtobt geben. Die Franzoſen, welche die Kunſt:zu eſſen verſtehen, bereiten alles Gemüſe mit kochendem Waſſer und Butter. Dadurch erhält es etwas Subtiles, welches ebenſo nützlich für den Gaumen, als für den Magen iſt. Und keine Muscatblüthe, liebe Madame, keine Muscatblüthe, das attaquirt meine Nerven.

Wir wollen ſehen; für heut Abend beunruhigt es mich, daß der Herr Rittmeiſter durch die eingenommene Doſis ſeines neuen Opiums calmirt worden iſt.

Ach, beſte Madame Smith, noch eines!

Was denn?

Geben Sie mir nie Rahmkuchen zu Abend: ich eſſe ihn ſo gern, daß ich mich leicht krank darin eſſen könnte