Teil eines Werkes 
2. Theil (1862)
Entstehung
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„O, tauſend, tauſend Dank!“

„Aber Sie laſſen mich ja gar nicht ausreden.— Es mag darum ſein, inſofern mein Mann ſeine unumgänglich nothwen⸗ dige Einwilligung dazu giebt.“

„Da haben wir es.— Wozu nützt mir jetzt Ihr Ver⸗ ſprechen— Herr Smith iſt ja ſchon ſo unbillig geweſen, mir mein Anliegen rundweg abzuſchlagen.“

„Und davon haben Sie mir nichts geſagt, Herr Rittmeiſter — das war recht übel.“

„Margreta, mein Schatz, iſt der Mittag bald fertig— ich habe nur eine halbe Stunde für mich!“ klang es jetzt aus dem anderen Zimmer.

„Liebenswürdigſte, gnädigſte Frau, zeigen Sie nun um des Himmelswillen, was eine Frau vermag!“ flüſterte der Ritt⸗ meiſter ängſtlich; und als mein Vater ſich in demſelben Augen⸗ blicke auf der Schwelle zeigte, fügte er mit lauter Stimme hin⸗ zu:„Ergebenſter Diener, Herr Smith! Ich habe mir die Frei⸗ heit genommen, meine Angelegenheit in beſſere Hände zu geben, als es meine eigenen ſind.“

„Ihr Diener— ich glaubte übrigens die Sache wäre ein fuͤr allemal abgemacht.— Du wirſt es dem Rittmeiſter auch

geſagt haben, Mutter, daß wir unſere Zimmer ſelbſt ge⸗ brauchen.“

Rittmeiſter Hoving ſah aber ſo tragi⸗komiſch aus, daß meine Mutter Erbarmen mit ihm fühlte und es nicht über ſich vermochte, ihn aus dem Hauſe, aus der Stadt und auf die Landſtraße hinauszuweiſen.

Mit einem Lächeln und mit einem Blick, der nun, wo ſie dreiundvierzig Jahre zählte, noch immer dieſelbe Macht über ihren Mann übte, wandte ſie ſich demſelben entgegen und ſprach mit einem Anflug von Wehmuth:„Wie ſchade— ich hatte es dem Rittmeiſter halb und halb verſprochen— aber wenn Du