Teil eines Werkes 
2. Theil (1862)
Entstehung
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mahlin des Wathekönigs gab derſelben Luft in einem lauten:

Hurrah! Hurrah! für den Wathekönig und ſeine Ge⸗ mahlin! worauf die ganze Menge ſich in den wildeſten Rei⸗ gen um das merkwürdige Paar herumdrehte.

Nun erſt erhob Jörgen das Haupt.

Sein Hochmuth war durch Guri's kalten, hohnvollen Ab⸗ ſchied ſchwer verletzt worden; und der Schmerz über ihren Verluſt nahm ab in dem Verhältniſſe, wie die Befriedigung, die ſeine Augen beim Anſchauen dieſer jungen, gleichſam neu⸗ erſtandenen Frau ihm ins Herz flößten wuchs. War ſie nicht überdies ſeine Frau, ihm mit ſechszehn Jahren angetraut, und die er in ihrem ſiebenzehnten verlaſſen hatte! Neun Jahre lang war er von Gewiſſensbiſſen gemartert worden und doch hatte eine innere Furcht ihn abgehalten, ſich Gewißheit darüber zu verſchaffen, ob das Opfer ſeiner Eiferſucht und ſeines wil⸗ den Sinnes wieder ins Leben zurückgekehrt ſei. Mit den leicht⸗ ſinnigen Grundſätzen ſeines Stammes hatte er die Erinnerung geflohen und das Geſchehene geſchehen ſein laſſen. Wenn er anderen Frauen ſeine Huldigung gebracht, hatte er verſucht, ſich für frei zu halten; hatte er aber dem Branntwein gehul⸗ digt, da hielt er ſich für gebunden. bis er eine Gewißheit habe, die er gleichwohl zu erlangen ſcheute, da er entweder ſeine Ge⸗ wiſſensqual dadurch geſteigert ſehen, oder ſich ſelbſt für noch tiefer geſunken halten mußte, indem er bis jetzt noch die eine Tugend bewahrt hatte: daß er ſeiner erſten Liebe gewiſſer⸗ maßen treu geblieben war.

Es war deshalb ein prächtiger Anblick, als der ſtolze Jörgen in edler Demuth zu der jungen Zigeunerin hintrat.

Mayna, kannſt Du wirklich alles vergeſſen und vergeben?

Ich habe nie einen Anderen geliebt, Jörgen nach Dir allein habe ich geforſcht und geſucht. Aber Du willſt Du, daß ich von hinnen gehe?

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