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„Was willſt Du?“ fragte der Wathekönig, der ſich im⸗ mer als Wortführer aufwarf, mit gewaltiger Stimme.„Was haſt Du hier zu ſchaffen und woher kommſt Du?“
„Ei nun, ich glaubte in dieſer Gegend etwas verdienen zu können und kam hierher wie jedes Andre. Kommt nicht der Wind bald aus Süden, bald aus Norden? Ich glaubte übrigens nicht, daß mich hier Jemand fragen würde: woher ich komme, denn wenn es ein Geſetz gäbe, nach welchem Keiner ſich an dieſer Küſte anſiedeln dürfte, der nicht hinreichende Auskunft über ſich geben kann, ſo dürfte es um Manchen ſchlecht beſtellt ſein.“
„Du ſprichſt da ein dreiſtes Wort und zwar zu Jemand, der dergleichen zu hören nicht gewohnt iſt. Noch dreiſter als das Wort ſelbſt, iſt aber der Ton, in welchem Du redeſt. Frauenzimmer haben freilich nichts von meinem Zorne zu fürch⸗ ten, beſonders wenn ſie das Alter erreicht, was Du nach Dei⸗ ner Vermummung zu rechnen, haben mußt.— Du ſcheinſt mir deshalb auch reichlich alt, um zu arbeiten.“
„Der Menſch kann auf ſehr verſchiedene Weiſe nützlich ſein,“ entgegnete die Alte.„Mein Amt iſt: Geſchichten zu erzählen und alte, merkwürdige Lieder zu meiner Harmonika zu ſingen, um den Leuten die Zeit zu verkürzen. Außerdem beſſere ich Kleider aus, übernehme Beſorgungen aller Art und ſage wahr aus Karten, Kaffeeſatz und aus der Hand.“
„Ah,“ rief Jörgen mit etwas bewegter Stimme,„da biſt Du vielleicht eine Finnländerin?“
„Ich bin, die ich bin, und der Accent meiner Rede be⸗ kundet, woher ich bin.— Wollen Sie ſich wahrſagen laſſen, ſchöne Jungfrau?— die Windlichter brennen ſo helle, daß ich ſehr gut ſehen kann.“.


