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„Reich' Deine Hand hin, Guri!“ verlangte der Bräuti⸗ gam.„Es iſt recht artig, ein Wort über die Zukunft zu hören.— Aber Gott ſtehe Dir bei, alte Hexe, wenn Du etwas Andres, als Sonnenſchein und Goldgruben herauslieſ'ſt!“
„Ich bin Wittwe,“ erklärte Guri—„ich will Euch nicht hintergehen, damit auch Ihr es nicht thut.“
„Das wußte ich ſchon— aber nun tretet näher heran zu den Windlichtern, damit ich die Linien deutlicher ſehe.“
„Nun?“ fragte Se. Majeſtät ungeduldig.
„Wartet— hier hab' ich es. Sonnenſchein— Gold⸗ gruben.— Nehmt Euch in Acht; hier ſteht nur: Finſterniß, Thränen und eine alte Schuld— vielleicht etwas noch Schlim⸗ meres.— Hört Ihr den Unglücksvogel, der draußen auf der See krächzt?“
„Elende, Du biſt gedungen, um ſie zu erſchrecken!“ ſchrie Jörgen in wildem Zorne und ſtürzte hervor, um der Seherin, trotz ſeiner Verſicherung, daß die Frauen vor ſeiner Rache ſicher ſeien, einen Schlag in’s Geſicht zu geben— als gerade eine jener„wandernden Ketten“ erſchien und die Alte in ihre Glie⸗ der nahm und mit ſich fortzog.
„Zurück!“ herrſchte Jörgen ſie an.„Ich will ſie ſehen, und ich ſchwöre, daß Ihr kein Glied heil und ganz behalten ſollt, wenn Ihr mir das Weib nicht ſofort herausgebt.“
„Ruhe!“ entgegnete nun ein anderer Wathekönig, der ſich auch etwas auf ſeinen Rang einzubilden ſchien.„Wenn Du auch Behumal Jörgen Kon biſt, ſo bin ich ebenfalls mit Recht auf den Namen getauft, der in meinem Tauſſchein ſteht, und ich habe dem Herrn Patron, als er nach Morlanda abſegelte, verſprochen, daß ich einem Jeden den Daumen auf's Auge halten würde, der Zank anfinge oder vergäße, daß die Herren Buchhalter auch noch da ſind, wenn ſie auch in dieſem Augenblicke drinnen ſitzen und ſich einander das Geld im Kartenſpiele abnehmen.“
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