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Zum Ueberfluß aller Vorſicht, ſagte Guri in jenem feier⸗ lichen Augenblicke, wo ſie dem Wathekönig das Jawort gab: „Du kannſt es doch nimmer anders, als ehrlich mit mir meinen?“
„Beleidige mich nie wieder mit einer ſo ſchimpflichen Frage!“ rief Jörgen.„Ich ſchwöre,““— hier nahm er das Sammetbarett ab und zauſ'te heftig an der Adlerfeder—„ich ſchwöre Dir, daß ich Dich faſt über alle Frauen auf dem weiten Erdenrunde ſtelle. Blicke aber nie, wäre es auch nur mit dem vierten Theile eines freundlichen Blickes, auf einen andren Mann; denn dadurch verwirkſt Du ein Menſchenleben. Wer Dich zu einem ſolchen Verrathe, an Deinem einzig wahr⸗ haften Freunde, der Dich wie eine Prinzeſſin hoch halten wird, verführt— der darf hinfort nicht mehr leben.“
Guri lächelte und war beſiegt.
„Aber haſt Du denn auch Deine Papiere, Jörgen, damit das Aufgebot geſchehen kann? Ich weiß ja nicht einmal, wo Du eigentlich zu Hauſe gehörſt?“—
„Wo ich eigentlich von vornherein meine Heimath gehabt habe, weiß ich ſelbſt nicht; aber das iſt ja einerlei; Du weißt ja doch, wo ich jetzt zu Hauſe bin. Meine Papiere ſind in Ordnung und der Prediger, der uns nicht auf ſie trauen will, möge ſich in Acht nehmen, daß ſein Weg ins Himmelreich nicht kürzer werde, als der meine.“
„Sprich nicht ſo ſündhaft, Jörgen. Ich geſtehe, daß Du uns manchmal Furcht machſt. Und doch iſt es, als wärſt Du ein Schlangenbeſchwörer.“
„Ja, das kann ich im Nothfall auch ſein,“ entgegnete Jörgen mit ſchallendem Gelächter;„am liebſten bezaubre ich aber Tauben, und Dich will ich auf meiner rechten Hand tragen.“
Und Guri war bezaubert und wartete mit klopfendem Her⸗ zen was„der Patron“ dazu ſagen würde.
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