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Die Fiſchereibeſitzer waren außer ſich vor Wuth, der ſie auf keine beſſere Weiſe Luft machen konnten als gegen die Töchter, denen es in jener goldenen Zeit nicht an Freiern fehlte, die den Vätern von ihren Töchtern und Thrankochereien abhelfen wollten. Der Vater pflegte die Bitte ſeiner Töchter um Ein⸗ willigung zur Heirath gewöhnlich mit der barſchen Weiſung zu beantworten:„Was ſchwatzeſt Du— Deine Mitgift liegt auf Grönland. Wenn die Prämien dermaleinſt ausbezahlt ſind, iſt es noch immer früh genug, vom Heirathen zu reden.“
Eines ſchönen Tages erhielt man die Nachricht, daß die Compagnie ihre Wirkſamkeit niedergelegt habe, und zwar keines⸗ wegs um auf ihren Lorbeeren zu ruhen, indem der Verluſt ſich auf alle Mitglieder erſtreckte. Die mißvergnügten Actieninhaber waren im Voraus mit fünfundzwanzig Procent abgekauft wor⸗ den. Granberg berichtet hierüber:„Die Anzahl derjenigen Perſonen, welche durch ausſtehende Häringsprämien, mit oder ohne ihren Willen Actieninhaber geworden waren, belief ſich auf mehr denn hundert; und die für ihre Rechnung einge⸗ ſchoſſene Summe auf achtmillioneneinundfünfzigtauſendachthun⸗ derteinundfünfzig Thaler und zwölf Oere Silbermünze.“
Trotz aller dieſer Widerwärtigkeiten ſetzten die verführeri⸗ ſchen Ausländer— meiſtens engagirte Buchhalter— ihre Be⸗ werbungen fort und die Tochter weinte und erklärte:„Papa, was kümmert mich Grönland, die Regierung und die ganze Compagnie— ich will meinen Herzliebſten haben!“
„Aber ich,“ erwiderte der Vater noch verdrießlicher als vorher,„ich will nicht gänzlich ruinirt werden! Ich habe über⸗ menſchliche Anſtrengungen gemacht, ich habe mich in unerhörte Schulden geſetzt, um alle dieſe Gebäude aufzuführen und den wilden Geſellen in den Salzereien und Thrankochereien ihren Lohn auszuzahlen; ſoll ich nun noch den Herrn Buchhalter zum Com⸗ pagnon einſetzen, ſo kann ich von Haus und Hof laufen. Schweig deshalb mit Deiner Heirath, bis die Geſchäfte geordnet ſind!“


