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Freilich mochte er die erregte Gemüthsverfaſſung damals für unumgänglich nothwendig zur Erreichung ſeines Zieles halten!
Vielleicht war dies auch wirklich der Fall. Man muß wenigſtens glauben, daß der König von einem reineren Motive geleitet wurde, als nur die Vergötterung der Menge zu ſtei⸗ gern, als er dem geſchmeichelten Volke ein Rauchopfer anzündete und die dem Prinzen überſandte Erklärung drucken und aus⸗ ſtreuen ließ, damit die ganze ſchwediſche Nation erfahre, mit welcher bewunderungswerthen Liebe und Fürſorge der König ihr zugethan ſei.
Sie erfuhr daraus, daß ſie Rechte beſitze, die ſie bis jetzt nur dem Könige zu erkannt habe.
„Gott erhalte den König! Gott erhalte unſren gnädigen, biederen, großen, redlichen König! Das iſt ein König, welcher weiß, was es heißt, über ein freies Volk zu regieren, welches ſich nicht beſteuern läßt! Aber dies Volk ſoll auch ſeine feſte Mauer ſein! Er kann ſich auf daſſelbe ſtützen und es wird ihm kräftiger unter die Arme greifen, als die großen Heere gethan haben!“
Aber noch war dieſe Declaration, dieſer letzte goldene Schlüſſel zum Herzen des Volkes nicht gedruckt! Der König hatte noch den Brief des engliſchen Miniſters zu beantworten, in welchem jener ihn beſchwor, die däniſche Angelegenheit für den Augenblick ruhen zu laſſen.
Dieſe bewundernswürdige Antwort lautete wie folgt:
„Mein Herr!
Ich erhielt Ihren Brief gerade in dem Augenblicke, als ich zur Tafel ging und nachdem Baron Wrede bereits in Begleitung eines Trompeters abgereiſſt war. Da der däniſche König nunmehr ſeine Erklärung abgegeben hat, ſteht zu vermuthen, daß darüber nichts weiter zu erwähnen iſt. Sie werden es ſelbſt einſehen, daß das, was ich ge⸗ than habe, mehr das Volk, als den Prinzen von Heſſen be⸗ Carlen, Cam. obsc. I. 14


