Teil eines Werkes 
1. Theil (1862)
Entstehung
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„Es war ein Herr, welcher wahrſcheinlich noch nicht lange wieder zu Hauſe iſt. Er ſoll ſeinen Antheil an dem Schiffe, das er geführt hat, verkauft haben und beabſichtigen das Land zu verlaſſen; übrigens habe ich nicht zugehört was die jungen Mädchen noch ſonſt von ihm erzählten.“

„Gewiß Capitain Rüttiger. Ich kenne ihn recht gut und bin neugierig zu erfahren, was Du über ihn ſagſt.“

„Ich habe ihn, wie Du denken kannſt, nur flüchtig ge⸗ ſehen; doch ſchien mir, ſein Ausſehen mehr eigenthümlich und männlich, als geradezu hübſch.“

„Nun, nun, das iſt zu Anfang genug und bekommſt Du den, ſo haſt Du Dein Glück nicht verſchlafen.“

„Wie kannſt Du ſo ſprechen! Er ſoll außerdem als der wildeſte, heftigſte Mann bekannt ſein, der je an dieſen Küſten gelebt hat.“

„Du weißt, gottlob, genug, da Du gar nicht zugehört haſt,“ erwiderte Frau Majken Falk lächelnd.„Du kannſt mir jeden⸗ falls glauben, wenn ich Dir ſage, daß er trotz dieſes Ge⸗ rüchtes der ehrenwertheſte Mann der ganzen Stadt, und all⸗ gemein beliebt und geachtet iſt, ſo daß jedes hieſige junge Mädchen ſich bis auf den Fußboden verneigen würde, wenn er um ihre Hand anhielte.“

„Ich bin aber nicht von hier.“

„Liebe Margreta, vergiß nicht, daß ich hier gänzlich fremd bin und Deiner ſo ſehr bedarf! Wenn Du Dich nicht hier in Strömſtad verheiratheſt, werden die Aeltern Dich bald zurück verlangen; dieſer bloße Gedanke macht mich todeskrank und könnte mich zur Verzweiflung bringen.“

„Aber Majken, kannſt Du mich denn aus reinem Eigen⸗ nutz hier feſſeln wollen? Das iſt nicht hübſch— und ſo gern ich Dir gefällig bin... dies thut mir leid.“—

Die bleichen Wangen der jungen Frau erglühten wie. im Fieber: