Teil eines Werkes 
1. Theil (1862)
Entstehung
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Ganz recht, wo die ſchönen Mädchen wachſen. Aber, nimm Dich in Acht! Der reiche Chrisman liegt ſchon vor Anker in dem Hafen und ich hörte geſtern, er habe dem Fal⸗ ken drei Tonnen Roggen für ſeine Fürſprache geboten.

Der Capitain wurde roth bis an die Stirn, als ob die Sache ihn nicht allein beträfe, ſondern ihn ſogar perſönlich beleidigte.

Das iſt nicht möglich! brach er los.Da würde er ihm wohl drei Ohrfeigen zur Antwort gegeben haben.

Oho, Herr Bruder, wenn der Wind von der Seeſeite kommt, da wird die Landſeite es fühlen und ſich in Acht neh⸗ men müſſen! Mit dieſem Gemeinplatz verſchwand der Redner. 1

Dummköpfe und Narren könnten den Nagel auch auf den Kopf treffen, murmelte der Capitain und verſank wieder in Anſchauen der Königin des Feſtes. Er ſuchte jedoch nicht, ſich ihr zu nähern, denn ſelbſt die männlichſten Charaktere werden bisweilen von einer unerklärlichen Schüchternheit be⸗ fallen, die ſie vergeblich abzuſchütteln ſuchen.

Eine kleine Genugthuung gewährte ihm jedoch die Be⸗ merkung, mit welcher Zurückhaltung ſie alle diejenigen behan⸗ delte, die ſich um ihre Gunſt bewarben. Einmal ſchien es ihm, als ob ihre Augen den ſeinen begegneten, aber, war dies wirklich der Fall geweſen, ſo hatte er nicht einmal die Freude, ſie erröthen zu ſehen, obwohl ſie die ſichtliche Bewunderung, mit welcher er ſie anſchaute, bemerkt haben mußte.

Nein, nein, dachte er mit heimlichem Verdruß,ſte iſt es gewohnt angegafft zu werden das mögen die Frauen alle gern.

Die Geſellſchaft auf Erlandsröd, wohin ſich der alte Papa wirklich in der Chaiſe des Freundes begeben hatte; wartete unterdeſſen vergeblich auf den liebſten Gaſt. Obſchon

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