Teil eines Werkes 
1. Theil (1862)
Entstehung
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Brauen; ſein Haupt ſchüttelte die langen grauen Locken, welche auf den ſchlichten Rock von geſtreifter Leinwand herabfielen, und nachdem er die Geſtalt des Sohnes, die in jugendlicher Kraft und männlicher Selbſtſtändigkeit vor ihm ſtand, eine Secunde gemuſtert hatte, ſagte er mit eigenthümlichem Lächeln und vibrirender Stimme:

In früheren Zeiten pflegte man die Worte des Vaters nicht ſo gering zu ſchätzen. Aber ſobald das Junge des Adlers die Flügel heben kann, glaubt es ſelbſt ein Adler zu ſein.

Nun funkelten auch die Augen des jungen Mannes, und er that einen Schritt vorwärts, als er heftig antwortete:

Der Sohn iſt lange aus dem Neſte geflogen, Vater! Er will ſeinen eigenen Cours ſteuern, und was er will, das thut er; denn er will nichts, als was er für Recht hält.

So, ſo, mein Sohn der Ton der Stimme ſank mit der erlöſchenden Zornesflamme ſeines AugesDu biſt in Deinen ſtolzen Jahren.... ich war auch einmal ſo...

aber ich wollte nie die Küſte verlaſſen, die mich geboren und erzogen hatte, obſchon ſie mir nicht ſo hold war, als es eine fremde hätte werden können.

Schön geſprochen, Vater, ſchön gedacht... und Gott kann bezeugen, daß ich den Tauſch nicht aus Gelddurſt ein⸗ gehe. Ich werde kein Geldſammler, dazu iſt das Herz zu weich: es paßt überhaupt ſchlecht zum Kopfe, denn wenn dieſer aufbrauſt, ſo... aber einerlei; was ich ſuche iſt: immer Ruhe und Gemüthlichkeit; die fehlt mir hier ganz und gar; wie könnte ſie ſich auch mit Eigennutz, Kleinlichkeit und Er⸗ bärmlichkeit vertragen? Nein, Vater, das geht hier nicht die Drachſchiffe ſchlafen auf dem Meeresgrunde, die Drachen in den Buchten ſchrecken Niemand mehr... ich muß fort..

Und doch weiß ich eine Zeit, wo Du viel Neues ſchaf⸗ fen wollteſt daheim damals hatteſt Du ſchönere Pläne!

Bei dieſer Andeutung früherer Verhältniſſe entfärbte ſich