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„Mich dann aller Stunden erinnere, wo wir zuſammen geplaudert und geſchwiegen, geweint und gelacht haben. Dank, mein Bruder, ſie wird mir eine liebe Geſellſchaft werden.... Aber das Herz iſt Einem ſo unruhig... Gott ſegne Dich mit ſeiner beſten Gnade und halte ſeine Hand über Dir.“
„Und über Dir... Dank Rüttiger, Dank für Deine treue Freundſchaft, und daß Du mich ſo liebgehalten, Dank... Die Zeit iſt da— ich muß an Bord.“
Sie drückten ſich die Hände, ſetzten ihre nächſte Zuſam⸗ menkunft im kommenden Jahre in Strömſtad feſt und ſchieden dann mit einem heftigen Zucken der zuſammengezogenen, buſchi⸗ gen Brauen. Sie wollten damit die klaren Tropfen verbergen, welche dennoch herabfielen und die hurtigen Söhne des Meeres keineswegs verunzierten.
Das qualvolle Krankenlager, welches den jungen Schwe⸗ den monatelang im fremden Lande feſthielt, brachte eine große Umwälzung in ſeinem Character hervor. Er hatte bis dahin nur ein Leben des Handelns und der Wirkſamkeit gekannt, wozu er durch die Außenwelt angeregt worden war; jetzt mußte er ſeine Hülfsquellen auf einem Gebiete ſuchen, auf das er ſich ſelten gewagt hatte: auf dem reichen Felde der Seelenthäͤtigkeit — der Gedanken.
Mit wilder Ungeduld hatte er anfangs verlangt, daß ſeine Wiederherſtellung raſcher vor ſich gehe, aber dieſelbe durch die unruhige Wallung ſeines Blutes ſelbſt verzögert. Später ge⸗ wöhnte er ſich, ſeinen einzigen Troſt in der Hoffnung auf die Zeit zu ſuchen, wo er mit Krämer einen Curſus auf der Na⸗ vigationsſchule durchmachen unrauf ſein Steuermannsexamen nehmen würde. Hier blieb er aber nicht ſtehen. Was für Männer mußten ſie in dem Orte werden, dem ſie als Mit⸗ bürger angehören würden! Was für ausgedehnte Pflichten


