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wäre. Er behielt jedoch ein bleibendes Andenken an dieſe Fahrt, indem er das eine Bein gebrochen und eine ſchwere Verletzung in der Bruſt davongetragen hatte.
Als unſer Freund Rüttiger ins Bewußtſein zurückkehrte, fand er ſich nicht an Bord des Fahrzeuges, ſondern im Laza⸗ reth der Stadt Vließingen, welches er nicht ſo bald wieder verlaſſen ſollte.
Der Capitain beſuchte am folgenden Tage den Kranken, dankte ihm für den ehrenvollen Eifer, den er in ſeinem Dienſt bewieſen hatte, und bezahlte die Heuer für ſeine Rückreiſe. Dies war zwar alles ſehr ſchön, aber— nun war auch der erwartete Wind aufgekommen, das Schiff ſollte abgehen und
nur durch die beſondere Gunſt des Capitains war noch ein
kurzes Wiederſehen des Freundes zu hoffen.
Der erſehnte Augenblick erſchien. Krämer ſtand am Fuß⸗ ende des Bettes und ſchüttelte leiſe den mit der Hand geſtütz⸗ ten Kopf: eine ſtumme Klage über dieſe Trennung, welche den Beweis lieferte, daß die„Alten“ dennoch Recht haben, wenn ſie von den unnützen Plänen der Jugend ſprechen.
„Muth, Bruder,“ rief der Kranke, der unter Wundfieber und Schmerzen ſeine Gedanken mit Anſtrengung zu ſammeln ſuchte,„Muth— wir treffen ja bald wieder zuſammen!“
„Ja, bald!“ entgegnete Krämer mit Nachdruck.
„Ich muß Dich aber noch um etwas bitten.“
„Bitten? Ich habe Dir ja mein Leben zu danken, ob⸗ gleich es mich nicht ferner einladen wird, auf Roſen zu tanzen. Nun, das iſt nicht ſo ſchlimm, wenn ich nur erſt aus dieſem Marterbette heraus wäre! Sprich deshalb, Kamerad!“
„Rüttiger, Du mußt dieſe Uhr von mir annehmen!“
„Deine Uhr?— Woran denkſt Du.... nein, nimmermehr!“
„Thue mir den Gefallen! Deine wurde ja zerdrückt und ich weiß, daß es meine größte Freude ſein wird zu denken, daß Du, wenn Du nach der Uhr ſiehſt....“


